Enttäuschung beim KSC: Stagnation im Abstiegskampf

Der Karlsruher Trainer Christian Eichner steht im Stadion. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild
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31. Mai 2020 - 11:38 Uhr

Christian Eichner macht aus seiner Unzufriedenheit derzeit kein Geheimnis. Die Enttäuschung sitze "tief drin", sagte der Trainer des Karlsruher SC nach dem 1:1 gegen den FC St. Pauli. Denn das dritte Unentschieden in Serie bringt den KSC im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga nicht voran. Anstatt auf einen direkten Nicht-Abstiegsplatz vorzurücken, verharren die Badener vorerst auf dem Relegationsrang. "Insofern müssen wir uns wieder mit einem Unentschieden zufriedengeben und jetzt mal zwei Tage die Birne abschalten", sagte Eichner.

Über die Pfingsttage geht es auch für den 37-Jährigen darum, den Kopf freizubekommen. Unter dem jungen Coach waren zuletzt deutliche Fortschritte beim KSC zu erkennen, allerdings fehlen die Siege. Eichner selbst fasste dieses Dilemma so zusammen: "Ich bin als Trainer dafür zuständig, nicht nur für Unterhaltung zu sorgen, sondern auch für Punkte - und da fehlen heute zwei."

Er beschrieb damit auch ein über weite Phasen schwaches Kellerduell mit den Hamburgern. Die Gäste waren im Wildparkstadion durch einen Treffer des Ex-Karlsruhers Dimitrios Diamantakos in Führung gegangen (55. Minute), Jerôme Gondorf (57.) glich für Karlsruhe aus. KSC-Profi Änis Ben-Hatira war kurz nach der Pause mit einem Foulelfmeter an Torwart Robin Himmelmann (48.) gescheitert. In der 79. Minute hätte KSC-Torjäger Philipp Hofmann per Kopfball beinahe noch für den Siegtreffer gesorgt, scheiterte aber ebenfalls an Himmelmann.

Trotz der angespannten Situation im Abstiegskampf sieht Mittelfeldspieler Lukas Fröde den KSC unter Eichner "deutlich stabiler und deutlich näher dran, die Spiele zu gewinnen. Es fehlt halt immer so ein Quäntchen." Der frühere Bundesligist ist zwar seit vier Spielen ohne Niederlage, holte dabei aber nur einen Sieg. "Wir hatten die Möglichkeit gehabt, wieder näher an das Feld heranzurücken", sagte Eichner. Stattdessen treten die Badener auf der Stelle.

Immerhin hat der Trainer nun eine Woche Zeit, sein Team auf das nächste Spiel am kommenden Sonntag beim FC Erzgebirge Aue vorzubereiten. "Jetzt müssen wir schauen, dass wir die Wunden lecken", sagte Eichner. "Darum ist eine ganze Trainingswoche ganz gut."

Quelle: DPA