Entspannungssignale zwischen Süd- und Nordkorea

Der Grenzkonflikt zwischen Nord- und Südkorea entschärft sich langsam. Motivbild
© dpa, PEDRO UGARTE

27. August 2015 - 8:48 Uhr

Eskalation der Krise abgewendet

Nach der Einigung zur Entschärfung der jüngsten Krise auf der koreanischen Halbinsel hat es zwischen Nord- und Südkorea weitere Entspannungssignale gegeben. Seoul senkte die Alarmbereitschaft seiner Grenztruppen. Die höchste Gefechtsbereitschaft sei aufgehoben worden, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärkreise. Die Truppen blieben jedoch in erhöhter Kampfbereitschaft.

Spitzenvertreter beider Länder hatten nach einem dreitägigen Verhandlungsmarathon im Grenzort Panmumjom eine Einigung erzielt und eine Eskalation der Krise abgewendet. Die südkoreanische Beschallungsaktion in Richtung Nordkorea entlang der Grenze sollte beendet werden. Nordkorea versprach, den "Quasi-Kriegszustand" aufzuheben.

Die Spannungen zwischen beiden Ländern drohten zu eskalieren, nachdem Südkoreas Militär als Vergeltung für die Verletzung eigener Soldaten durch mutmaßlich nordkoreanische Landminen seine Beschallungsaktion über die Grenze wieder aufgenommen hatte.

Nach Angaben der Regierung in Südkorea sollen die ausgesetzten Gespräche mit Nordkorea wieder aufgenommen werden. Auch eine Aufhebung der gegen Pjöngjang verhängten Sanktionen sei möglich, sagte Jeong Joon Heeder, Sprecher des Vereinigungsministeriums bei einer Pressekonferenz in Seoul. Es sei allerdings noch zu früh, über Datum und Inhalte eines solchen Treffens von Vertretern beider Länder zu sprechen, sagte er. Seoul hatte die Sanktionen verhängt, nachdem 2010 ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkt worden war.