Entscheidung im Fall Assange rückt näher

12. Februar 2016 - 12:20 Uhr

Im Ringen um die Auslieferung von Internet-Rebell Julian Assange nach Schweden steht der nächste Schritt unmittelbar bevor. An diesem Mittwoch läuft eine 14-Tage-Frist ab, binnen der er Einspruch gegen seine Überstellung von Großbritannien an Schweden einlegen kann. Vor zwei Wochen hatte der High Court bereits in zweiter Instanz entschieden, die von der schwedischen Justiz erwirkte Auslieferung wegen Verdachts auf Sexualstraftaten sei rechtens.

Sollte Assange sich zum neuerlichen Einspruch entschließen, der zunächst vom High Court angenommen und später zum Supreme Court, dem höchsten britischen Gericht weitergereicht werden müsste, wird über dessen Annahme binnen einer weiteren Woche entschieden.

Zuletzt war jedoch in Großbritannien auch spekuliert worden, Assange könne seine inzwischen seit fast einem Jahr andauernde Gerichtsschlacht aufgeben. Der 'Independent' hatte berichtet, Assange habe in Schweden bereits eine PR-Agentur beauftragt. Für den Fall, dass der 40-Jährige Australier keine Berufung einlegt, könnte er noch im Dezember an Schweden überstellt werden.

Schweden wirft ihm vor, bei einem Besuch im August 2010 zwei Frauen sexuell misshandelt zu haben, in einem Fall könnte sogar der Straftatbestand der Vergewaltigung erfüllt sein. Assange soll ungeschützten Geschlechtsverkehr mit den beiden Frauen gehabt haben,

obwohl diese auf die Benutzung eines Kondoms gedrungen haben wollen.