Tochter: Das Virus ist kein Scherz

Englischer Corona-Patient lag sechs Monate im Krankenhaus - jetzt ist er endlich raus!

Mark Gregory kann endlich seine Familie in die Arme schließen.
© APTN

16. Oktober 2020 - 14:57 Uhr

Kaum ein Brite lag so lange wegen Corona im Krankenhaus

Mark Gregory konnte endlich seine Familie wieder in die Arme schließen. Der 58-Jährige lag sechs Monate nach einer Infektion mit dem Coronavirus in einem englischen Krankenhaus. Der Brite hat den Kampf gegen Covid-19 gewonnen. Jetzt muss er mit den Folgeschäden leben.

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Mark Gregory lag zwei Monate auf der Intensivstation

Mark Gregory nach seiner Entlassung aus der Klinik mit seiner Tochter Stacey (m.) und seiner Frau Yvonne (r.).
Mark Gregory nach seiner Entlassung aus der Klinik mit seiner Tochter Stacey (m.) und seiner Frau Yvonne (r.).
© APTN

Gregory wurde im April in das Weston General Hospital im südwestenglischen Somerset eingeliefert, nachdem sich sein Gesundheitszustand nach einer Corona-Infektion rapide verschlechtert hatte und er ins Koma fiel. Zwei Monate lag er auf der Intensivstation. Als er wieder wach wurde, musste er das Gehen neu erlernen. Auch seine Arme konnte der 58-Jährige zunächst nicht normal bewegen. Mehrfach musste er das Krankenhaus wechseln.

Jetzt ist Gregory wieder halbwegs gesund. Es könnte aber noch Jahre dauern, bis er zu seiner alten Form zurückkehrt. Dem britischen Nachrichtenportal "Metro" sagte er: "Es ist großartig. Sechs Monate sind eine lange Zeit. Ich dachte nur: 'Mach weiter, Mark, sei stark'."

Tochter: „Ich habe ihn so sehr vermisst“

Mark Gregory musste das Gehen neu erlernen.
Mark Gregory musste das Gehen neu erlernen.
© APTN

Während der 58-Jährige um sein Leben kämpfte, hatte sich seine Familie bereits auf das Schlimmste vorbereitet. Als der Arzt nach der Corona-Infektion bei Gregorys Frau Yvonne anrief, sei für sie eine Welt zusammengebrochen. Er sagte nur: "Mark ist sehr krank und es besteht die Möglichkeit, dass er es nicht schafft." Den ganzen Tag habe die Familie gebetet, dass er durchkommt, wird sie von "Metro" zitiert. "Ich wünsche das niemandem", so Yvonne, "die Leute müssen erkennen, wie ernst es ist."

Auch Gregorys Tochter Stacey richtet einen Appell an alle: "Wir müssen es ernst nehmen, es ist kein Scherz. Das Virus gibt es noch immer." Jetzt ist sie einfach nur glücklich, dass ihr Vater wieder zuhause ist. "Ich habe ihn so sehr vermisst. Es war so schwer für uns. Aber er ist zu Hause, ich bin so glücklich. Ich kann es nicht in Worte fassen", sagt sie.

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