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England: Misshandelte Bulldogge blutverschmiert in Badewanne entdeckt - Haftstrafe für Hundebesitzer

Mann zu 16 Wochen Gefängnis verurteilt

Tierschützer finden misshandelte Bulldogge Smiler blutverschmiert in Badewanne

Amerikanische Bulldogge vom eigenen Besitzer misshandelt.
Bulldogge Smiler wurde von dem Besitzer misshandelt.
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Smiler wurde brutal misshandelt

Diese Bilder aus Großbritannien schockieren und machen vor allem Tierliebhaber einfach nur fassungslos. Die amerikanische Bulldogge "Smiler" wurde im August letzten Jahres blutend in einer Badewanne entdeckt. Erst jetzt veröffentlichte die Tierschutzorganisation RSPCS die tragische Geschichte. Die neunjährige Hündin wurde brutal misshandelt - von ihrem eigenen Herrchen. Gary Bell aus Keighley muss nun für 16 Wochen ins Gefängnis.

Tierschützer verschafften sich Zugang zur Wohnung

In einer Badewanne fanden Tierschützer Bulldogge Smiler.
Tierschützer fanden die Hündin verletzt und blutverschmiert in einer Badewanne.
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Tierschützer fanden Smiler in der Badewanne - verletzt, blutverschmiert und bewusstlos. Sowohl die neunjährige Hündin, als auch das Bad waren nass. Shampoos für Menschen und Haushaltsreiniger lagen herum. Offenbar wendete der Besitzer den Inhalt bei dem Hund an.

Ein Freund des Hundebesitzers hatte das Team auf das Grundstück gelassen. "Ich ging mit der Polizei zu Bell nach Hause, nachdem ich ein paar Gespräche mit ihm über seinen Hund Smiler geführt hatte.", erzählt die Tierschützerin Sarah Bagley. Sie hatte sich immer mehr Sorgen um den Hund gemacht, weil er eine Krankheit namens Kirschauge hatte. Es tritt auf, wenn die Tränendrüse wie eine rote, fleischige Masse aufquillt oder aus dem Deckel herausragt.

Bulldogge hatte mehrere Verletzungen

Tierschützer fanden Bulldogge Smiler blutverschmiert in der Badewanne.
Tierschützer retteten die neunjährige Hündin Smiler.
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Smiler wurde direkt zum Tierarzt gebracht. Die Ärzte stellten mehrere Verletzungen fest: zwei große Wunden auf dem Kopf, die genäht werden mussten, Blutergüsse und einen losen Zahn, der entfernt werden musste. Ihre Augen waren durch die Reinigungsmittel gerötet. Eine tierärztliche Untersuchung ergab, dass diese Verletzungen nicht zufällig passiert waren. Bei dem Versuch, Smiler zu säubern, wurden der Hündin erhebliche Schmerzen zugefügt.

Bells Erklärung für den Zustand des Hundes: Smiler habe sich bei einem Spazierganng im Wald den Kopf an einem Stacheldraht verletzt. Der 50-Jährige geht für diese Taten nicht nur hinter Gittern, er darf auch nie wieder ein Tier halten. Zudem muss er 121 Britische Pfund Schmerzensgeld zahlen, das sind umgerechnet 142 Euro.

Ein misshandeltes Tier - kein Einzelfall. Zuletzt rettete eine Spaziergängerin in England einen Hund, der fast ertrunken wäre. Die Besitzer hatten das Tier an einem Stein fixiert.

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Hündin wird von Tierschützern aufgepäppelt

Die amerikanische Bulldogge Smiler erholt sich langsam.
Der amerikanischen Bulldogge Smiler geht es mittlerweile besser.
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Mittlerweile ist Smiler auf dem Weg der Besserung. Sie erhole sich gut und nehme wieder zu. "Ihre Haut und ihr Fell bessern sich und sie scheint ein viel strahlenderer, glücklicherer Hund zu sein", erzählt Sarah. Das Kirschauge werde auf tierärztlichen Rat überwacht. Die amerikanische Bulldogge wird zurzeit von Tierschützern aufgepäppelt und betreut. Bald soll sie zur Adoption freigegeben werden. "Sie ist eine sehr süße Hündin, die Menschen liebt und ich kann es kaum erwarten zu hören, dass sie in einem liebevollen neuen Zuhause aufblüht."