Energiesparlampen im Test

09. Februar 2016 - 9:00 Uhr

60-Watt-Birnen hat ausgedient

Das Ende der klassischen Glühbirnen rückt immer näher. Jetzt sind die so beliebten und gefragten 60-Watt-Birnen dran. Ab dem 1. September werden die Birnen, wie schon zuvor die 75- und 100-Watt-Varianten, aus den Läden verbannt. Herstellung und Vertrieb sind dann verboten.

Dafür sollen uns in Zukunft nur noch umweltfreundliche Energiesparlampen die Nächte erhellen. Die Stiftung Warentest hat Lampen unter die Lupe genommen, die direkt in die Fußstapfen der ausrangierten 60-Watt-Birnen treten sollen.

Untersucht wurden 3 LED-, 3 Halogen- und 14 Kompaktleuchtstofflampen. Bei der Untersuchung wurde nach den lichttechnischen Eigenschaften, der Haltbarkeit, der Deklaration und der Wirkung für Umwelt und Gesundheit gefragt. Die Ergebnisse weisen sowohl deutliche Qualitätsunterschiede innerhalb der Gruppen, als auch Unterschiede zwischen diesen auf.

Testsieger sind zwei LED-Lampen aus den Hause Osram, sowie Phillips. Die dritte LED-Leuchte viel dagegen mit einem "Mangelhaft" glatt durch. Allen dreien gemein sind die im Vergleich erheblich höheren Anschaffungskosten von 30 bis 45 Euro.

Für jeden Zweck eine andere Lampe

Die Halogenglühlampen, die ähnlich wie klassische Glühbirnen einen glühenden Wolframdraht haben, wurden durchweg mit einer "ausreichenden" Gesamtnote bewertet. Allerdings erreichten sie Bestnoten in den lichttechnischen Eigenschaften.

Bei den Kompaktleuchtstofflampen liegen die Testergebnisse von "gut" bis "mangelhaft" weit auseinander. Auch hier belegt Osram mit gleich zwei Modellen die Spitzenpositionen. Die Lampen aus dieser Gruppe schaffen es nur selten, mit den Lichteigenschaften zu überzeugen, sind dafür aber überwiegend sehr sparsam mit meist hoher Lichtausbeute.

Unter dem Strich stehen nach dem Test einige entscheidende Erkenntnisse. Die Watt-Zahl spielt bei den energiesparenden Lampen keine Rolle mehr. Einzig die Lumen-Zahl gibt Auskunft über die Leuchtkraft. So entspricht zum Beispiel ein Wert zwischen 590 und 650 Lumen der Leuchtkraft einer bisher üblichen 60-Watt-Birne.

Weitere Erkenntnis aus dem Test ist, dass man bei der Wahl der richtigen Sparlampe den Verwendungszweck berücksichtigen sollte. Wichtige Fragen dabei sind, wie lange, wie schnell und mit welchem Licht sie an den jeweiligen Einsatzorten leuchten sollen.

LED-Lampen eignen sich prinzipiell überall, sind aber auch mit großem Abstand am teuersten und nur bei Langzeiteinsätzen sinnvoll. Kompaktleuchtstofflampen bedingen oft abstriche bei der Farbwiedergabe und brauchen meist eine gewisse Zeit, bis die volle Leuchtkraft aufgebaut haben. Dafür sind sie sehr sparsam. Halogenlampen bestechen durch eine warme Lichtfarbe, sind durch den hohen Stromverbrauch aber nur bei kurzen Nutzungszeiten sinnvoll.