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Energiesparen: Habeck legt Arbeitsplan für weniger Verbrauch von Gas, Öl und Strom vor

„Arbeitsplan Energieeffizienz“ vorgelegt

Bundeswirtschaftsminister Habeck ruft zum Energiesparen auf

Bundeswirtschaftsminister Habeck ruft zum Energiesparen auf „Arbeitsplan Energieeffizienz“ vorgelegt
01:28 min
„Arbeitsplan Energieeffizienz“ vorgelegt
Bundeswirtschaftsminister Habeck ruft zum Energiesparen auf

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die Bevölkerung und Unternehmen eindringlich zum Energiesparen aufgerufen und einen entsprechenden Arbeitsplan vorgelegt.

Habeck: „Wer Energie spart, schützt das Klima, stärkt das Land und schont den Geldbeutel“

Energie zu sparen und auf Erneuerbare zu wechseln, sei „eine gemeinsame nationale Aufgabe, bei der Politik, Industrie, Unternehmen, Verbraucherinnen und Verbraucher alle mithelfen können, damit es gelingt“, erklärte der Bundeswirtschaftsminister. „Wer Energie spart, schützt das Klima, stärkt das Land und schont den Geldbeutel.“

„Wir wissen dabei, wie dick das Brett ist. Ziel ist bislang, den Endenergieverbrauch bis 2030 um 24 Prozent zu senken - geschafft hat Deutschland in zehn Jahren gerade mal zwei Prozent. Wir brauchen also mehr Tempo und Konsequenz“, so Habeck weiter.

Der Bundeswirtschaftsminister will vor allem Förderprogramme neu auszurichten und Beratungsangebote stärken. So soll laut dem „Arbeitsplan Energieeffizienz“ ab Juni eine Energiesparkampagne gestartet werden. Unternehmer und Verbraucher sollen sich beraten lassen können, wie sie beispielsweise eine Solaranlage auf dem Dach installieren oder mit welchen Alltagstipps sie Energie sparen können.

Die wichtigsten Punkte aus dem „Arbeitsplan Energieeffizienz“

  • Neuausrichtung der Förderangebote für Haushalte und Unternehmen, insbesondere die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Schwerpunkt der Gebäudeförderung soll auf der Sanierung bestehender Häuser und Wohnungen liegen. So gelten alte Fenster, alte Außentüren oder alte Heizungsanlage als Energiefresser und sollen vorrangig ausgetauscht werden.
  • Der CO2-Preis für Erdgas und Heizöl soll nach einem Stufenmodell neu zwischen Vermieterinnen und Vermietern einerseits und Mieterinnen und Mietern andererseits aufgeteilt werden.
  • Industrie, Gewerbe und Handel solle ein schnellerer Wechsel auf Erneuerbare ermöglicht werden. Dazu soll das bestehende Bundesförderprogramm Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft (EEW) noch in diesem Jahr erneuert werden, um den Energieträgerwechsel in der Industrie zu unterstützen.
  • Der Austausch von Öl-/Gasheizungen soll laut Beschluss des Koalitionsausschusses gefördert werden. Um den Wärmepumpenhochlauf zu unterstützen, soll das „Aufbauprogramm Wärmepumpe“ Anreize für Handwerksbetriebe und Planungsbüros geben, um an Weiterbildungen zu Planung und Einbau von Wärmepumpen teilzunehmen. Ein Umsetzungsanreiz Handwerk soll die knappen Ressourcen im Handwerk zielgerichtet in die Heizungssanierung und dort zum Einbau von Wärmepumpen lenken. Ziel ist, die Zahl neu installierter Wärmepumpen bis 2024 auf über 500.000 Stück pro Jahr zu steigern.
  • Die Netze zur Wärmeversorgung sollen rasch auf Erneuerbare umgestellt werden. Für den richtigen Schub soll das Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) sorgen. Außerdem wird der Neubau von Wärmenetzen mit hohen Anteilen Erneuerbarer Energien und Abwärme gefördert. (dpa/aze)
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