Energie-Konzern Gazprom will bei Bayern einsteigen

Sollten bald die Gazprom-Millionen auf die Bayern-Konten wandern, könnte es für Präsident Uli Hoeneß & Co. in der Bundesliga langweilig werden.
Sollten bald die Gazprom-Millionen auf die Bayern-Konten wandern, könnte es für Präsident Uli Hoeneß & Co. in der Bundesliga langweilig werden.
© dpa, Bernd Thissen

12. Februar 2016 - 12:04 Uhr

Beim FC Bayern könnte der Rubel bald richtig rollen. Laut einem Bericht der 'Süddeutschen Zeitung' denkt das russische Unternehmen Gazprom darüber nach, als Sponsor bei den Münchnern einzusteigen. Ein Treffen zwischen Konzern-Chef Alexej Miller und den Bayern-Verantwortlichen Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß habe bereits stattgefunden.

Gazprom ist seit 2007 Hauptsponsor des FC Schalke 04. Dessen Club-Boss Clemens Tönnies hat den Vertrag mit dem Energie-Konzern kürzlich um weitere fünf Jahre bis 2017 verlängert. Bis dahin wandern rund 100 Millionen Euro aus Russland auf die S04-Konten.

Sollten die Bayern einen ähnlichen wenn nicht gar besseren Deal mit dem milliardenschweren Stromriesen aushandeln, bauen die Münchner ihre ohnehin schon luxuriöse Spitzenposition im Vergleich zur Bundesliga-Konkurrenz aus. Auch international wären die Münchner dann wohl in der Lage, es im Werben um die Topstars mit den von Oligarchen und Scheichs geförderten Vereinen aufzunehmen - der eisernen Finanzpolitik der Bayern-Bosse sei Dank.

Präsident Hoeneß verkündete diese Woche, dass die Allianz Arena in fünf bis sechs Jahren vollständig abbezahlt sei. "Und dann würden dem FC Bayern etwa 25 Millionen Euro mehr pro Jahr zur Verfügung stehen, um sie in die Mannschaft zu investieren. Dann wird es für die Bundesliga nicht mehr so einfach, uns zu schlagen", frohlockte Hoeneß.