25. April 2019 - 15:43 Uhr

Entspannung, keine Entwarnung

Vielen Wetterbeobachtern, Hobby-Gärtnern, Landwirten und Waldbesitzern wurde es langsam schon wieder unheimlich: Viel zu wenig bis überhaupt kein Regen seit Wochen. Ist das der Anfang eines weiteren Jahres mit fast katastrophaler Dürre? Besonders im Osten Deutschlands hat es im Frühjahr bisher extrem wenig geregnet und es sind nur 1 bis 10 Prozent der mittleren Niederschlagssummen zusammengekommen. Das Ganze bei überdurchschnittlich viel Sonnenschein. Für viele eine feine Sache, aber nüchtern betrachtet für die Natur einfach nicht gut. Endlich aber bahnt sich Entspannung an. Wie viel Regen bis nächste Woche Dienstag fällt, sehen sie oben im Video.

Nicht schlecht: Bis zu 30 Liter Regen

Am Mittwoch zogen aus Südwesten dunkle Regenwolken auf. Im Westen Deutschlands entwickelten sich bereits teils kräftige Schauer und Gewitter, die endlich mal nennenswerte Niederschlagsmengen brachten. Bis Donnerstagfrüh kamen im Westen bis zu 30 Liter Niederschlag runter.

Ein paar ausgewählte Regen-Top-Stationen:

Hermeskeil (Rheinland-Pfalz): 30 Liter innerhalb 24 Stunden
Wittlich (Rheinland-Pfalz): 25 Liter
Neunkirchen-Wellesweiler (Saarland): 24 Liter
Saarbrücken-Ensheim (Saarland): 23 Liter
Köln-Bonn (NRW): 21 Liter

Schauer und Gewitter breiten sich ostwärts aus

Endlich Regen! Gegen Dürre und Waldbrandgefahr
Ein beruhigender Anblick: Regen in Deutschland im Frühjahr 2019
© dpa, Henning Schoon, fg jhe

Und wie geht es weiter? Am Donnerstag gibt es im Westen etwas Regen, im Südwesten können im Tagesverlauf wieder einzelne Gewitter mit Starkregen auftreten. Am Freitag breiten sich die Schauer und Gewitter ostwärts aus, im Westen wird es dabei schnell freundlicher. Morgens schüttet und gewittert es bereits im Schwarzwald und in der Schwäbischen Alb kräftig, später dann auch im Alpenraum. Im Osten bekommt voraussichtlich das Erzgbirge am meisten Wasser ab, die Summen werden aber wohl unter den Top-Werten von Mittwoch im Westen bleiben. Das Wochenende bringt noch wechselhaftes Aprilwetter mit Schauern und Sonne, aber dann ist der Regen auch schon so gut wie wieder durch. Lediglich ganz im Osten besteht noch Hoffnung auf Nachschub.

Fazit: Vorübergehend ist die Waldbrandgefahr gebannt, aber einen Ausgleich des Niederschlagsdefizits bedeuten die paar nassen Tage Ende April beileibe nicht. Die Angst vor der Super-Dürre bleibt.