Vorreiter in der Bundesliga

Endlich legale Pyrotechnik im Fußballstadion? Werder Bremen testet „Kalte Pyro“

16. Juli 2019 - 16:33 Uhr

Revolution im Stadion?

Pyrotechnik im Stadion - ein schwieriges Thema, bei dem sich Fans, Vereine und Sicherheitskräfte selten einig sind. Zu gefährlich, zu unkontrollierbar - und genau deshalb verboten. Die sogenannte "kalte Pyro" soll jetzt die Lösung sein: Bundesligist Werder Bremen testet sie bereits und gilt damit als Vorreiter im deutschen Fußball. Ob die "kalte Pyro" wirklich weniger gefährlich ist und bald zum Einsatz kommen darf, verraten wir im Video.

So funktioniert Pyrotechnik

Bei "normaler" Pyrotechnik sorgt brennendes Magnesium für das intensive Licht. Dabei gilt grundsätzlich: Je heißer, desto heller. Daher kann so eine Fackel etwa 2000 Grad heiß werden. Metallsalze sorgen dann für unterschiedliche Farben. Anders bei der "kalten Pyro": Hier sorgen kleine Pyro-Fontänen für den hellen Schein. Die Technologie kennt man von sogenannten Traumsternen, wie sie beispielsweise auf Torten stecken. Eine Art Sprengstoff brennt in der Fackel, allerdings in einer sehr niedrigen Dosis. Insgesamt soll so die Fackel nicht viel heißer als eine Kerzenflamme werden.

Bengalos und Co. bisher verboten

In der Theorie ist also die kältere Fackel weniger gefährlich. Und damit wäre die Technologie wohl eine kleine Revolution in der Thematik um Bengalos im Fußballstadion. Denn bisher ist bei uns das Abbrennen von Pyrotechnik verboten – auch wenn es Menschen immer wieder gelingt, Fackeln, Böller und Co. Ins Stadion zu bringen