Sachsen-Anhalt

Ende der Quarantäne in Jessen

07. April 2020 - 14:14 Uhr

„Wie damals zu DDR-Zeiten“

Anderthalb Wochen lang mussten die Bewohner der Kleinstadt Jessen in Quarantäne ausharren. Dort gab es besonders viele Coronavirus-Infektionen. Am Montagabend wurde die Verriegelung der Stadt aufgehoben – zur Freude vieler Jessener. "Es war bedrückend, eingesperrt zu sein, weil ich es ja von früher aus DDR-Zeiten kannte.", sagte ein Bewohner.

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Sinkende Neu-Infektionen mit dem Coronavirus

Seit heute ist es wieder möglich, nach Jessen zu fahren oder auch einfach, den Ort zu dzurchqueren. Auch wenn man dort selbst keinen Wohnsitz hat. Während der Quarantäne waren alle Durchfahrten abgeriegelt – das galt für Jessen und den Ortsteil Schweinitz.

Grund für die Aufhebung ist die Zahl der sinkenden Neu-Infektionen. Die Kleinstadt teilte mit: "Trotz umfangreicher Testungen im eigens dafür eingerichteten Abstrichzentrum in Jessen ist die Zahl an Neuinfektionen nicht weiter angestiegen."

Zwölf Tage Quarantäne

"Es war schon anstrengend. Aber es war gut so, wie sie das gemacht haben. Es war alles rechtens.", sagte eine Jessenerin - weil die Gesundheit vorgehe, machten auch alle die Maßnahmen mit. Bis zum Ende der Quarantäne mussten alle Bewohnerinnen und Bewohner in ihren Wohnungen bzw. auf ihrem Grundstück bleiben. Lebensmitteleinkäufe waren erlaubt, wenn sie auf "dem kürzesten Weg" erledigt wurden.

​Die strengen Maßnahmen wurden gezogen, weil es vor anderthalb Wochen eine drastische Zunahme an Neu-Infektionen gegeben hatte. Kreis Wittenberg meldete 113 Fälle, davon waren 56 in Jessen und Schweinitz.

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