14. Mai 2019 - 11:33 Uhr

Kein großer Wurf des SPD-Nachwuchses

Der große Wurf ist den Jusos in Bayern mit dieser Aktion eher nicht gelungen. Bei einer SPD-Veranstaltung organisierte der Partei-Nachwuchs ein Dosenwerfen. Als Ziele zur Auswahl standen dabei neben CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer und CSU-Politiker Manfred Weber auch Nazi-Diktator Adolf Hitler. Die Union reagierte empört, im Netz herrscht große Aufregung.

Scharfer Protest von CDU-General Paul Ziemiak

Auf einem inzwischen gelöschten Foto auf dem Facebook-Account der SPD-Europaabgeordneten Maria Noichl war ein Turm von Blechdosen für einen Wurfwettbewerb zu sehen, auf denen unter anderem die Konterfeis von lebenden und toten Politikern zu sehen waren. Noichl schrieb dazu: "Ein super Infostand der JUSO Ansbach. Danke! Ihr seids Spitze!"

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak protestierte umgehend: "Ich fordere die SPD-Führung auf, sich von solchen Aktionen sofort und klar zu distanzieren", sagte er. Er twitterte: "Ihr schürt Hass in der Mitte der Gesellschaft. Otto Wels, Willy Brandt und Helmut Schmidt würden sich für Euch schämen."

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SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl entschuldigt sich für Dosenwerfen

Sein CSU-Kollege Markus Blume sagte: "Die schäbigen Vergleiche und Spiele der Jusos sind völlig inakzeptabel. Dass diese Aktion vom SPD-Establishment beklatscht und angefeuert wird, ist erschütternd und verlangt ein Einschreiten der SPD-Parteispitze."

Der Chef der Jungen Union (JU), Tilman Kuban, fragte bei Twitter, was nur aus der "einst stolzen Volkspartei" SPD geworden sei – "erst sozialistische Enteignungsfantasien, jetzt jegliches Demokratieverständnis verloren".

Noichl entschuldigte sich am Montagabend für die Aktion: "Ich habe das zu Recht viel kritisierte Bild nun gelöscht und entschuldige mich für die Aktion, die Menschen verletzt hat. Dies war und ist nie meine Absicht oder die der Jusos Ansbach gewesen."