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Empfehlung gegen Coronavirus: Enkel nicht mehr zu Großeltern bringen

Ältere Menschen durch Coronavirus besonders gefährdet

Virologe empfiehlt: Enkel nicht mehr zu Oma und Opa bringen

Coronavirus: Enkel nicht mehr zu Oma und Opa? Ältere Generation besonders gefährdet
01:12 min
Ältere Generation besonders gefährdet
Coronavirus: Enkel nicht mehr zu Oma und Opa?

Pandemie hat Folgen fürs Familienleben

Viele Eltern machen sich aufgrund der zunehmenden Coronavirus-Ansteckungszahlen in Deutschland Sorgen um ihre Kinder. Doch nach jetzigem Kenntnisstand sind es vor allem ältere Menschen, die im Falle einer Infektion von schweren Krankheitsverläufen bedroht sind. Deshalb empfehlen Mediziner und Politiker, den Kontakt zwischen Enkelkindern und Oma und Opa in nächster Zeit zu vermeiden. Welche Herausforderung das bringt und was Ex-Familienministerin Kristina Schröder dazu sagt, sehen Sie im Video.

Risiko steigt ab 50 bis 60 Jahren an

Das Coronavirus hält die Welt in Atem. In Deutschland werden immer mehr Maßnahmen ergriffen , um seine Ausbreitung so gut es geht zu verlangsamen. Dazu gehört unter anderem, dass in immer mehr Bundesländern Kitas und Schulen geschlossen werden und die Kinder zu Hause bleiben sollen. (Welche Rechte berufstätige Eltern dadurch haben, erklären wir hier!)

Zu den durch das Coronavirus gefährdetsten Gruppen zählen Vorerkrankte, medizinisches Personal mit viel Patientenkontakt und vor allem ältere Menschen . Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml erklärt: „Dem Robert Koch-Institut zufolge steigt das Risiko einer schweren Erkrankung insbesondere ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an.“ Bayern hat deshalb die Besuchsmöglichkeiten in Pflege- und Altenheimen stark eingeschränkt.

Für Großeltern einkaufen gehen

Auch Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité Berlin, sieht Familien jetzt in der Pflicht, sich um die Älteren zu kümmern – indem etwa Kinder für eine Zeit nicht mehr in Betreuung bei Oma und Opa kämen. Außerdem sollte man für die Großeltern einkaufen, damit diese möglichst nicht mehr in den Supermarkt müssen. „Das ist ein Dienst, den wir alle leisten müssen, und das wird für alle schmerzhaft sein und unbequem“, räumt der Mediziner gegenüber dem NDR ein. Doch nach seiner Einschätzung wird der kommende Frühling und Sommer die Ausbreitung des Coronavirus nicht so stark eindämmen, wie zunächst erhofft. Drosten appelliert: "Wir müssen die Bevölkerung jenseits des Rentenalters wirklich schützen."

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