Mann (29) hatte Leukämie

Emily lebt seit Monaten in Gartenhütte, um ihren Verlobten vor Corona zu schützen

Lehrerin Emily Vazqez lebt in Gartenhütte während Verlobter auf Impfung wartet
Lehrerin Emily Vazqez lebt in Gartenhütte während Verlobter auf Impfung wartet
© BPM MEDIA

18. Dezember 2020 - 12:40 Uhr

Jetzt kämpft sie dafür, dass James geimpft wird

Emily Vazquez tut alles, um ihrem Liebsten zu helfen. Die Lehrerin aus Bristol lebt seit Monaten in einem Gartenhaus, um ihren Corona-gefährdeten Verlobten zu schützen, berichtet das britische Portal "metro.uk". James Minett erhole sich von einer Leukämie-Erkrankung - jede Ansteckung wäre für ihn ein unkalkulierbares, vielleicht tödliches Risiko. Abhilfe könnte die Corona-Impfung schaffen, wenn James endlich eine bekäme.

"Können wir Weihnachtsfreude verbreiten und ihm den Impfstoff für Weihnachten besorgen?"

Um das zu erreichen, habe Emily jetzt eine Kampagne gestartet. Sie kämpft dafür, dass James auf der Prioritätenliste der Menschen, die besonders schnell eine Impfung erhalten sollen, höher eingestuft wird.

Ihre Schüler unterrichtet die Frau derzeit nicht. Damit sie ihren Liebsten wenigstens Weihnachten sehen kann, habe sie sich für 14 Tage in Isolation begeben, so der Bericht. Emilys Lehrerkollegen versuchen nach Kräften, dem Paar zu helfen.

Die stellvertretende Direktorin Kate Marsh fragte bei Twitter: "Können wir Weihnachtsfreude verbreiten und ihm den Impfstoff für Weihnachten besorgen?" Sie bat den britischen Premierminister Boris Johnson, Bristols Bürgermeister und eine Parlaments-Abgeordnete aus der Stadt um Hilfe – doch bisher habe sich keiner gemeldet, heißt es weiter.

In der Hütte gibt es ein Bad, aber keine Heizung

In dieser Gartenhütte lebt Emily Vazquez vorübergehend.
In dieser Gartenhütte lebt Emily Vazquez vorübergehend.
© BMP Media

James' Leidensweg begann im Februar 2019, als er die Diagnose Leukämie erhielt. Er wurde operiert, erhielt eine Stammzellentransplantation. Dadurch musste sein Immunsystem neu aufgebaut werden. Anderthalb Jahre habe er isoliert gelebt, sagt er metro.uk. Beim ersten Lockdown in Großbritannien im Frühjahr blieb Emily zu Hause. Zu groß schien das Risiko, dass die Lehrerin einer fünften Klasse mit etwas angesteckt wird, das ihren Verlobten gefährden könnte.

Im Sommer begann er sich besser zu fühlen, wieder wie "sein altes Ich", sagte er metro.uk. Als die Sommerferien vorbei waren, wollte Emily wieder arbeiten. Sie verließ das Haus, zog in den Schuppen. Das war im September.

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Sie treffen sich immer zum Gassigehen mit dem Hund

Sie dachte, spätestens bis Weihnachten wäre er geimpft. Seitdem lebt Emily spartanisch, hat zwar ein Bad, aber keine richtige Küche und vor allem keine Zentralheizung. Das Paar traut sich nicht, sich in geschlossenem Räumen zu treffen. Jeden Tag verabreden sie sich draußen, gehen zusammen mit dem Hund spazieren.

Wann die beiden wieder wie ein normales Paar zusammenleben können? Ungewiss. Wenn James nicht höher in der Impf-Liste eingestuft wird, könne es bis März dauern, fürchtet Emily. Dann muss sie nach Weihnachten in den Schuppen zurück, sobald sie wieder in die Schule geht.