Fußballer und Privatpersonen spenden über 300.000 Euro

Hoffnung für Familie Sala: Die Suche nach Emiliano Sala ist dank Spenden wieder aufgenommen

Crowdfunding-Aktion für Emiliano Sala
Crowdfunding-Aktion für Emiliano Sala
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28. Januar 2019 - 11:40 Uhr

In 48 Stunden kommen über 300.000 Euro zusammen

Die Familie von Emiliano Sala darf darauf hoffen, dass ihr im Ärmelkanal verschollener Sohn doch noch gefunden wird. Auf der Crowdfunding-Plattform  'gofundme' sammelten die Angehörigen des argentinischen Fußballers binnen 48 Stunden über 300.000 Euro – Geld, mit dem Boote wieder ins Wasser und Hubschrauber wieder in die Luft geschickt werden. Auf der Spenderliste finden sich viele prominente Namen.

Spezialisten durchkämmen den Ärmelkanal

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Romina Sala (r.) lässt weiter nach ihrem Bruder Emiliano suchen
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Am Freitag hatte Romina Sala in einer bewegenden Ansprache die Behörden angefleht, die Suche nach ihrem Bruder wieder aufzunehmen. Die Polizei der britischen Insel Guerney winkte wegen zu geringer Überlebenschancen kühl ab, doch eine Privataktion wird nun schnelle Hilfe bringen.

Binnen 48 Stunden wurde bei gofundme unter dem Hashtag "NoDejenDeBuscar" (Hört nicht auf zu suchen) das ausgelobte Spendenziel von 300.000 Euro erreicht. Ein Spezialisten-Team ist deshalb wieder mit zwei Booten auf dem Ärmelkanal unterwegs, um nach Spuren des 28-Jährigen und des ebenfalls verschollenen Piloten zu suchen.

Mbappe und Gündogan unter den Spendern

Zu den Unterstützern der Crowdfunding-Aktion zählt unter anderem Ilkay Gündogan. Der Nationalspieler taucht mit 2.000 Euro in der Spenderliste auf. Auch die Bundesligaspieler Corentin Tolisso (FC Bayern München), Joshua Guilavogui (VfL Wolfsburg) spendeten je 1.000 Euro, Nordi Mukiele von RB Leipzig 4.000 Euro. Am meisten spendeten bislang Weltmeister Kylian Mbappe (30.010 Euro) und Adrien Rabiot (25.000) von Paris Saint-Germain.

Auf dem Weg von Nantes zu seinem neuen Arbeitgeber Cardiff Cita war Sala am Montagabend in einem Kleinflugzeug mutmaßlich über dem Ärmelkanal abgestürzt. Die anschließende Suche in einem gut 4.400 Quadratkilometer großen Gebiet blieb erfolglos.

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