"Der Nutzen ist größer als die Risiken des Impfstoffs"

EMA gibt grünes Licht für Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer

ARCHIV - 15.12.2020, USA, Fredericksburg: Eine Krankenschwester hält mit einem Schutzhandschuh auf der Intensivstation des Krankenhauses «Mary Washington Hospital» die erste lokal verfügbare Impfdosis des Corona-Impfstoffs von Pfizer/Biontech. (zu dp
Coronavirus - Impfstoff von Biontech und Pfizer
MWM lop jai, dpa, Mike Morones

EMA veröffentlicht Gutachten über Biontech-Impfstoff

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat am Montag ihr Gutachten über den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer vorgestellt, der bereits in Großbritannien, den USA und einigen anderen Ländern zum Einsatz kommt. Darin spricht die EMA ihre Empfehlung für das Vakzin aus. Später am Montag stimmte auch die EU-Kommission zu. Ursula von der Leyen gibt also ebenfalls grünes Licht für Corona-Impfstoff. Dies galt als reine Formsache, nachdem die EMA ihre Impfempfehlung ausgesprochen hatte. Jetzt könnte es in Deutschland bereits am 27. Dezember mit den ersten Impfungen losgehen.

Pressekonferenz ab 15:00 Uhr live

Die Pressekonferenz von EMA-Chefin Emer Cooke und ihrer Kollegen Harald Enzmann, Sabine Straus, Marco Cavaleri und Marie-Agnes Heine am Montag ab 15 Uhr im Livestream zu sehen.

„Das ist wirklich eine historische wissenschaftliche Leistung“

Die bedingte Marktzulassung des Präparates der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer sei ein „Meilenstein“, sagte die EMA am Montag in Amsterdam. Nun, da auch die EU-Kommission die Zulassung genehmigt hat, steht dem Beginn von Corona-Impfungen in der EU nichts mehr im Wege. Die ersten Menschen sollen in Deutschland bereits am 27. Dezember geimpft werden. „Das ist wirklich eine historische wissenschaftliche Leistung“, sagte EMA-Direktorin Emer Cooke.

In Deutschland müssen die Impfchargen nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch vom zuständigen Paul-Ehrlich-Institut geprüft, freigegeben und schließlich ausgeliefert werden. Dann sollen zunächst die über 80-Jährigen, Personal und Bewohner von Pflegeheimen sowie auch Gesundheitspersonal mit sehr hohem Infektionsrisiko geimpft werden.

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Impfstoff ab 16 Jahren empfohlen

Der Impfstoff ist bereits unter anderem in Großbritannien, den USA und Kanada zugelassen. Er hat nach Angaben der Hersteller Pfizer und Biontech eine Wirksamkeit von rund 95 Prozent und wird für Personen ab 16 Jahre empfohlen.

Die Experten der EMA hatten bereits seit Wochen die Daten und Resultate der klinischen Tests der Hersteller geprüft. Bei einer bedingten Zulassung ist der Hersteller verpflichtet, auch danach noch Daten etwa zur Langzeitwirkung an die EMA zu übermitteln. Auch Angaben zu möglichen Nebenwirkungen werden weiterhin geprüft. Voraussichtlich am 6. Januar will die EMA auch den Weg frei machen für die Zulassung des zweiten Impfstoffes, dem Präparat vom US-Konzern Moderna.

Quelle: RTL.de/dpa