Er soll einen Tisch zerstört haben

Andreas Herzog wütet nach Quali-Niederlage

© dpa, Darko Bandic, DMV hak

11. September 2019 - 17:19 Uhr

Das Herzog-Beben

Nichts war mehr sicher, als Andreas Herzog nach dem Spiel der israelischen Nationalmannschaft gegen Slowenien die Kabine betrat. Wie israelische Medien berichten, soll der Trainer einen Tisch zerstört, mehrere Flaschen durch die Kabine gefeuert und so selbst gestande Spieler beinahe zum Weinen gebracht haben. "Ihr werdet nie irgendwas erreichen", soll Herzog gepoltert haben. Am selben Abend gab er ein Interview, in dem er wild mit den Armen fuchtelte und völlig außer sich war.

Das war passiert

Wenige Momente zuvor hatte Israel quasi in letzter Sekunde das EM-Qualifikationsspiel gegen Slowenien 3:2 verloren, nachdem die Mannschaft 2:1 geführt hatte. Herzog über das Ergebnis: "Das hilft alles nichts. Wir sagen immer, wie gut wir sind. Aber wir bekommen drei Gegentore - ein Horror." Die EM-Quali ist in weite Ferne gerückt. Israel startete zwar stark, holte sieben Punkte aus den ersten drei Spielen, in den vergangenene drei allerdings nur einen. Damit liegen die Israelis in Gruppe G mit acht Zählern bereits deutlich hinter Polen (13), Slowenien (11) und Österreich (10).

Nächster Halt Österreich

Als nächsten Gegner hat die Mannschaft Österreich vor der Brust. Die Mannschaft aus Herzogs Heimatland also. "Wir müssen immer optimistisch sein. Wir haben gesehen, was wir können. Aber so werden wir uns nicht qualifizieren", sagte der 51-Jährige mit Blick auf das Spiel.

Herzog dementiert

Inzwischen hat Herzog die Berichte zurückgewiesen. "Es ist doch Schwachsinn, dass ich da einen Tisch zertreten haben soll und die Spieler zum Weinen gebracht hätte", sagte der Österreicher der 'Bild'. "Welcher Spieler würde denn weinen, wenn der Trainer mal Kritik übt? Keiner! Und warum sollte ich einen Tisch zertreten? Das passt gar nicht zu mir."