„Bad Boys" erreichen EM-Hauptrunde

Letten-Riese lässt deutsche Handballer zittern

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13. Januar 2020 - 23:20 Uhr

Mit blauem Auge davongekommen

Die deutschen Handballer haben nach dem Debakel gegen Spanien den Vorrunden-Exit bei der Europameisterschaft abgewendet. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Lettland um den 2,15 Meter großen, 136 Kilo schweren Koloss Dainis Kristopans begann in der Schlussphase jedoch das große Zittern…

Nächstes Spiel gegen Weißrussland

Dabei schien zur Halbzeit schon alles klar, mit einer 16:11-Führung ging die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop in die Pause. Dass es beim 28:27 gegen den spielerisch limitierten EM-Debütanten am Ende doch noch einmal knapp wurde, lag an einer chaotischen Vorstellung der "Bad Boys" in den letzten Minuten. Um ein Haar wäre eine 26:22-Führung noch verspielt worden.

Nach der nächsten mühsamen Vorstellung müssen die deutschen Handballer nach Ansicht von Uwe Gensheimer ihre Ansprüche herunterschrauben. Man habe gesehen, "dass es hier noch nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben. Deswegen tut es uns vielleicht ganz gut, wenn wir nicht ganz so weit nach vorne schauen", sagte der 33-Jährige.

Durch den Sieg hat die DHB-Auswahl als Gruppenzweiter aber immerhin die nächste Runde und damit ihr erstes Zwischenziel erreicht. Nach der 26:33-Pleite gegen Titelverteidiger Spanien startet die deutsche Auswahl mit 0:2 Punkten in die Hauptrunde, in der es zum Auftakt am Donnerstag in Wien zum Duell mit Weißrussland kommt.

Bester Werfer für die deutsche Mannschaft war Julius Kühn mit 8 Toren bei 9 Würfen. Besonders in der 1. Hälfte dominierte der Shooter den Rückraum. Für die Letten wuchtete Kristopans den Ball 7 Mal in die Maschen.

"Wir sind am Ende mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Kühn im ZDF: "Aber auch so ein Spiel muss man erstmal gewinnen, letztlich konnten wir das Ding dann doch noch nach Hause schaukeln."