Deutscher Standort kämpft um seine Spiele

Eine "Fieber-Schleuse" könnte EM in München retten

Die UEFA setzt die Präsenz von Fans im Stadion voraus, damit die vier Spiele der EM tatsächlich auch in der Allianz Arena (Bild) stattfinden.
Die UEFA setzt die Präsenz von Fans im Stadion voraus, damit die vier Spiele der EM tatsächlich auch in der Allianz Arena (Bild) stattfinden.
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19. März 2021 - 11:35 Uhr

So kann die EM in München funktionieren

Am Dienstag forderte UEFA-Boss Aleksander Ceferin trotz unklarer Pandemie-Entwicklung, dass jede EM-Stadt Spiele mit Fans ermöglichen müsse. "Jede gastgebende Stadt muss garantieren, dass Fans zu den Spielen dürfen", sagte Ceferin bei Sky. Um die vier Spiele der Europameisterschaft in München zu retten, muss eine Lösung her – und es gibt vielleicht auch schon eine Idee.

"Fieber-Schleuse": So funktioniert's

Das Hightech-Unternehmen G2K hat ein Softwareprogramm mit dem Namen "Parsifal" entwickelt. Es erlaubt die kontaktlose Messung der Körpertemperatur, außerdem ist eine automatisierte Maskenerinnerung und Abstandskontrolle integriert.

Der Chef des Unternehmens, Karsten Neugebauer, erklärte gegenüber der "Bild": "Am Eingang müssen Spieler, Zuschauer, Staff, Funktionäre und Journalisten eine Scan-Stationen passieren. Personen mit erhöhter Körpertemperatur über 37,8 Grad und ohne Maske dürfen nicht ins Stadion."

Software hat sich in der Praxis bereits bewährt

Dass das Projekt durchaus in der Praxis umsetzbar ist, zeigte jüngst ein Beispiel aus dem Fußball: Die Fieber-Schleuse hat nämlich das Super-Cup-Finale in Budapest zwischen Bayern München und dem FC Sevilla mit 15.000 Zuschauern ermöglicht. In einem ähnlichen Setting scheinen also auch die EM-Spiele in München möglich.

Andere Konzepte gibt es natürlich ebenfalls, etwa das mit Spannung erwartete Pilotprojekt von Hansa Rostock oder auch die konkreten Pläne von RB Leipzig.