Dankesfest bei der Feuerwehr

Eltern bei Geisterfahrer-Unfall schwer verletzt - jetzt bedanken sie sich bei ihren Helfern

28. Januar 2020 - 9:13 Uhr

Ersthelfer zögerten keine Sekunde

Leider müssen wir nach Verkehrsunfällen oft kritisch über Gaffer berichten. Doch es geht auch anders, unzählige Ersthelfer helfen aufopferungsvoll und couragiert, wenn andere in Not sind. Das erfuhr auch die Familie Fernandez aus Norddeutschland. Die Eltern wurden lebensgefährlich verletzt, als ein Geisterfahrer in das Auto der Familie kracht. Sie überlebten, weil andere halfen. Jetzt trafen sie bei einem Dankesfest erstmals ihre Helfer. Was sie sagen, was die Ersthelfer sagen - in unserem Video.

"Tausend Dank an die Ersthelfer und ein Hoch auf das Ehrenamt"

Diepholz
Diese schreckliche Bild bot sich den Helfern nach dem Unfall auf der A1 bei Diepholz im Februar 2019.

Der folgenschwere Unfall ereignete sich im Februar 2019 auf der Autobahn 1 bei Diepholz. Bei dem Frontalzusammenstoß stirbt der Geisterfahrer, ein Rentner, noch am Unfallort. In dem anderen Auto werden Jesus Fernandez (45) und seine Ehefrau Maike (39) schwer verletzt, die ihre beiden heute zwei und sieben Jahre alten Kinder Nala und Levi sitzen hilflos auf der Rückbank, schreien.

Wenige Meter hinter dem Unfallwagen kommt das Auto von Clemens Wollmann zum Stehen. Er und seine Frau Christiane zögern keine Sekunde, packen mit an, kümmern sich um die verängstigten Kinder. Auch Axel und Silvia Kallmey werden Zeugen des Unfalls. Die Frauen bleiben bei den Kindern, begleiten sie ins Krankenhaus, bis die Großeltern der Kleinen eintreffen.

Inzwischen geht es Jesus und Maike wieder gut. Auf ihren Wunsch hin fand jetzt ein Dankesfest bei der Feuerwehr statt, Ersthelfer und ehrenamtliche Helfern treffen erstmals wieder mit den Unfallopfern zusammen. "Es war uns ein Anliegen, danke zu sagen", erzählt Maike Fernandez, "es war großartig von allen Beteiligten." Ihr Ehemann ergänzt: "Tausend Dank an die Ersthelfer und ein Hoch auf das Ehrenamt."