Eltern aufgepasst: Diese Gefahren birgt die Social-App 'musical.ly'

09. Mai 2018 - 10:45 Uhr

Datenschützer warnen Eltern vor Pädophilen

Es ist das moderne Pendant zur Mini-Playback-Show: Jeden Tag benutzen Millionen von Teenagern die Social-App 'musical.ly', um kreative Musikvideos von sich mit ihren Freunden zu teilen. Auf den ersten Blick wirkt die App bunt und sehr verspielt – doch so harmlos, wie sie scheint, ist die Plattform gar nicht.

Kennen Sie als Eltern die App 'musical.ly'?

Eine jede Menge Jugendliche singen Playback zu ihren liebsten Chart-Songs oder präsentieren zum Teil aufwendige Tanz-Choreographien. Nach der Veröffentlichung können sich Freunde, Familie oder die ganze Welt die selbstkreierten 15-Sekunden-Clips ansehen. Als Eltern denkt man sich erstmal nichts dabei. Doch neben der unterhaltsamen Zeitvertreibung bringt die Hype-App auch so einige Gefahren mit sich – das liegt besonders an der jungen Nutzerschaft. Trotz des Mindestalters von 13 Jahren, sind unzählige Kinder auf 'musical.ly' unterwegs. Auf Pädophile zu treffen, die ihnen folgen oder ihre Videos kommentieren bzw. liken, ist da keine Seltenheit.

Die Verdächtigen folgen meist klar erkennbar jungen Kindern

Teenager räkeln sich in knappen Outfits vor der Kamera, spielen Pop-Star und geben tiefe Einblicke in ihre Kinderzimmer – diese Posen machen die Kleinen den Großen schnell nach. So sieht man bereits viele Clips von Kindern, die versuchen, sich anzüglich in den Musikvideos zu präsentieren. Damit zieht 'musical.ly' auch immer mehr Pädophile an, die sich auf die Accounts der Kinder stürzen. Schaut man sich die Follower der Kinder an, so sind die Verdächtigen schnell zu erkennen: Sie folgen meist klar erkennbar jungen Kindern und kommentieren deren Clips mit sexuellen Anspielungen oder Emojis. Vorsicht! Teilweise fordern diese Nutzer sogar die Kinder auf, bestimmte Posen einzunehmen oder weitere anzügliche Videos zu drehen.

Das Hashtag-Problem

Ist das Profil der Kinder öffentlich, so ist es Pädophilen leicht gemacht: Mit Hashtags ordnen die Kinder bzw. Jugendlichen ihre Videos bestimmten Kategorien zu, wie zum Beispiel #bauchfrei oder #bikini. Doch was bringen diese dem Ersteller? – Ganz klar: Mehr Likes und mehr Follower gleich mehr Aufmerksamkeit. Für Pädophile ist das ein leicht gefundenes Fressen, da sie die Videos der Mädchen über die Hashtags schnell ausfindig machen können. Dem App-Anbieter ist dieses Problem zwar bekannt, anzügliche Hashtags wurden bereits gesperrt - jedoch hat man als Elternteil dabei stets ein mulmiges Gefühl im Bauch.

Wie Sie als Eltern ihre Kinder vor diesen Gefahren der App 'musical.ly' schützen können, sehen Sie im Video.