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Elite-Bonds statt Eurobonds?

Elite-Bonds statt Eurobonds?

Schuldenländer sollen außen vor bleiben

In der Euro-Krise denkt die Bundesregierung nun offenbar doch über gemeinsame Staatsanleihen nach, allerdings nur mit kreditwürdigen Partnern. Das könnten Frankreich, die Niederlande oder Österreich sein.

Elite-Bonds statt Eurobonds?
Elite-Bonds statt Eurobonds?
dpa, Patrick Pleul

Unter bestimmten Umständen ist die Bundesregierung angeblich bereit, über Eurobonds nachzudenken. Das berichtet die 'Welt' unter Berufung auf EU-Diplomaten. Ziel sei es, die Finanzmärkte zu beruhigen. Schuldensünder sollen von den sogenannten 'Elite-Bonds' erstmal ausgeschlossen bleiben.

Derweil bedrohen Eskalation der europäischen Schuldenkrise und Finanzierungsprobleme von Banken nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's die Bonität aller europäischen Länder. Die Bonitätswächter erklärten, sie gingen zwar generell weiter davon aus, dass es im Euro-Raum nicht zu einer umfassenden Zahl an Staatspleiten komme. Aber selbst bei diesem "positiven" Szenario seien negative Auswirkungen auf die Ratings zu befürchten.

Die Umsetzung eines effektiven Plans der Politik zur Lösung der Krise könnte erst nach einer Serie von Schocks möglich sein. Das könnte wiederum dazu führen, dass weitere Länder vom Kapitalnachschub an den Finanzmärkten abgeschnitten wären und weitere Hilfsprogramme nötig wären, warnte die Agentur.