Tierquälerei in Asien

Elefant stirbt an Erschöpfung - zuvor trug er den ganzen Tag Touristen

01. November 2019 - 19:01 Uhr

Elefanten werden für die Touristenbranche ausgebeutet

Tag für Tag muss Kanakota Touristen durch die Gegend tragen. Bei brütender Hitze muss er kostümiert auf Paraden auftreten. Er wird mit einem Metallhaken geschlagen, wenn er nicht pariert. Nach jahrelanger Qual bricht Kanakota schließlich zusammen – mit nur 18 Jahren stirbt er. Kanakota ist ein Elefant. Ausgebeutet für die Touristenbranche in Sri Lanka. Wie ihm geht es tausenden weiteren Tieren dort. Das Video zeigt, wie Einheimische um Kanatkota trauern.

Video: Einheimische betrauern den sanften Riesen

Regentropfen perlen von einer Plane, die über seinen toten Körper gelegt wurde. Der sanfte Riese – plötzlich ganz traurig und klein. Am Tag seines Todes soll Kanakota bereits drei Touristengruppen getragen und an einer Parade teilgenommen haben. Danach brach er offenbar vor Erschöpfung zusammen.

Tierschutzorganisationen warnen vor Attraktionen mit Elefanten

Was für viele wie ein harmloser Spaß im Urlaub aussieht, ist für die Tiere pure Qual. Tierschutzorganisationen wie Peta oder Pro Wildlife warnen deshalb auf ihren Webseiten vor Attraktionen mit Elefanten, gerade in Thailand, Sri Lanka, Indien oder Myanmar.

"Damit die Tiere auf Befehle von Menschen gehorchen und als Arbeitstier, für Prozessionen oder als Touristenattraktion für das Elefantenreiten eingesetzt werden können, werden sie brutal unterworfen: Der Wille der starken Wildtiere soll mit Gewalt gebrochen werden – oft bereits bei Babys, die sich noch nicht wehren können", heißt es auf der Webseite von Pro Wildlife.

Hunderte Elefantenkälber werden jedes Jahr eingefangen

Laut der Organisation sterben die Elefanten durch die hohe Belastung früh, es werden immer neue Tiere benötigt. Jedes Jahr würden hunderte Elefantenkälber gefangen und von ihren Herden getrennt, um für Zehntausende Euro auf dem Schwarzmarkt verkauft zu werden. Pro WIldlife rät dringend davon ab, im Urlaub auf Angebote einzugehen, bei denen die Tiere gestreichelt, geritten oder "gepflegt" werden können oder Fotos mit den Tieren zu machen.

Im Video: Kamel bricht unter der Last von zwei Menschen zusammen

Doch nicht nur Elefanten, auch viele weitere Tiere werden für das Vergnügen der Menschen gequält. Auch Kamele, die vor allem in Afrika und Vorderasien unterwegs sind, machen unter der Last regelmäßig schlapp. Erst kürzlich tauchte ein Video im Netz auf, das zeigt, wie überfordert die Tiere wirklich sind.