Blutbad in El Paso

20 Tote bei Schießerei in Supermarkt in Texas

05. August 2019 - 10:31 Uhr

Trump twittert: „Gott sei mit Euch allen!"

20 Menschen sind bei der Schießerei am Samstag in einem Supermarkt im texanischen El Paso ums Leben gekommen. Zudem wurden 26 weitere Personen verletzt, sagte der Gouverneur des US-Bundesstaates. "Texas trauert heute um die Menschen von El Paso", sagte er.

Ein Verdächtiger festgenommen

Ein Verdächtiger wurde festgenommen. Die Lage war lange Zeit sehr unübersichtlich. Es gab zunächst auch Berichte über mehrere Schützen. Ein Polizeisprecher sagte, die meisten Opfer seien in dem Markt von Schüssen getroffen worden. Der Laden sei zum Zeitpunkt der Tat sehr gut besucht gewesen. Er schätzte, dass sich dort zwischen 1.000 und 3.000 Menschen aufhielten. 

Mehr Tote durch Schusswaffen als im Straßenverkehr

Three women embrace after a vigil at St. Pius X Church following a mass shooting at Walmart and the Cielo Vista Mall in El Paso, Texas on Saturday, August 3, 2019. Twenty people were killed and dozens injured as a gunman opened fire in the crowded st
Trauer, Unverständnis und Entsetzen in El Paso.
© imago images / UPI Photo, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, Berichte über die Tat seien sehr schlimm. Es seien viele Menschen getötet worden. Seine Regierung arbeite mit den Einsatzkräften der Stadt und des Bundesstaates zusammen. "Gott sei mit Euch allen!"

In den USA kommt es immer wieder vor, dass in Einkaufszentren oder an anderen öffentlichen Orten Menschen durch Schüsse getötet werden. Bemühungen für schärfere Waffengesetze laufen seit Jahren ins Leere, weil die Republikaner dagegen sind.

Erst am Dienstag waren zwei Menschen im Bundesstaat Mississippi in einem Walmart durch Schüsse getötet worden. Am Wochenende hatte ein 19-Jähriger während eines Festivals in der Kleinstadt Gilroy in Nordkalifornien das Feuer eröffnet und drei Menschen getötet. Der Schütze wurde von Polizisten am Tatort erschossen.

Allein im Jahr 2017 starben in den Vereigten Staaten 39.773 Menschen durch Schusswaffen - mehr als durch Unfälle im Straßenverkehr (37.133).

03.08.2019, USA, El Paso: Menschen umarmen sich während einer Mahnwache nachdem ein Schütze in einem Einkaufszentrum mindestens 20 Menschen getötet und mindestens 26 weitere verletzt hatte. Es gibt Hinweise, dass es sich um ein Hassverbrechen handeln
Unter den Toten von El Paso sind auch drei Mexikaner. Die Stadt liegt direkt an der Grenze zu Mexiko, gegenüber der Stadt Ciudad Juárez. Viele Mexikaner leben in der Stadt, viele weitere überqueren täglich die Grenze, um in den USA zu arbeiten oder einzukaufen.
© dpa, John Locher, JL jai
A surveillance stills show alleged gunman Patrick Crusius holding a rifle as he enters a Walmart store at the start of his mass shooting that left at least 20 people dead, in El Paso, Texas on Saturday, August 3, 2019. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNx
Diese Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen den mutmaßlichen Massenmörder. Er wurde festgenommen.
© imago images / UPI Photo, via www.imago-images.de, www.imago-images.de
Mourners take part in a vigil near the border fence between Mexico and the U.S after a mass shooting at a Walmart store in El Paso U.S. in Ciudad Juarez. August 3, 2019. REUTERS/Carlos Sanchez NO RESALES. NO ARCHIVES.
Trauernde halten eine Mahnwache für die Opfer ab.
© REUTERS, STRINGER, CJB LIM
03.08.2019, USA, El Paso: Mitglieder einer Spezialeinheit der Polizei warten in der Nähe eines Ladenkomplexes, in dem ein Mann zahlreiche Menschen erschossen hat. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar. Foto: Mark Lambie/The El Paso Times/A
Spezialeinheit der Polizei in der Nähe des Ladenkomplexes, in dem ein Massenmörder ein Blutbad anrichtete.
© dpa, Mark Lambie, kde

Angebliches Manifest des Massenmörders

Die Behörden ermitteln nicht nur wegen Mordes - es gibt Hinweise, dass es sich um ein Hassverbrechen handeln könnte. El Pasos Polizeichef Greg Allen sagte, es gebe ein Manifest, das womöglich auf ein Hassverbrechen schließen lasse. Es sei allerdings noch nicht bestätigt, ob das Manifest tatsächlich von dem Verdächtigen stamme.

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