EKD-Chef betont Bedeutung der Weihnachtsgottesdienste

Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild
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16. Oktober 2020 - 17:21 Uhr

Weihnachtsgottesdienste sind aus Sicht des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, auch während der Corona-Pandemie wichtig. Weihnachten habe als Fest der Liebe und der Hoffnung gerade in diesem Jahr eine besondere Bedeutung, sagte Bedford-Strohm am Freitag. Die Evangelischen Kirche erwarte von den politisch Verantwortlichen, dass mögliche Regeln zu Besucherzahlen so ausgestaltet werden, dass Kirchen genügend gottesdienstliche Angebote machen können. Es sei wichtig, dass dem besonderen Stellenwert der Freiheit zur Religionsausübung gerade an Weihnachten Rechnung getragen werde.

"Die Entwicklung der Neuinfektionen verlangt uns gegenwärtig viel ab", sagte Bedford-Strohm. "Angesichts steigender Infektionszahlen kommt es jetzt darauf an, dass wir alle sorgfältig darauf achten, die notwendigen Regeln zur Eindämmung der Pandemie einzuhalten - und zwar nicht nur aus Zwang oder aus Angst vor Sanktionen, sondern aus freier Verantwortung." Die Kirchen wollten sich daran nach Kräften beteiligen.

Dem Ratsvorsitzenden zufolge hätten Tausende von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Kirche in den vergangenen Monaten gezeigt, dass sie sehr verantwortungsvoll mit den möglichen Spielräumen umgingen. "Das wird auch bei den Gottesdiensten zum Weihnachtsfest der Fall sein, die die Gemeinden schon jetzt vorbereiten", so Bedford-Strohm. "Die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln ist für uns selbstverständlich." Neben den Gottesdiensten in den Kirchen sollen demnach, wo immer möglich, auch Freiluftgottesdienste angeboten werden.

Quelle: DPA