Eisbären-Chef zum Start: "Wollen keine 25 Geisterspiele"

Peter John Lee, Geschäftsführer Eisbären Berlin nimmt an der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz teil. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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08. Juli 2020 - 12:21 Uhr

Mit einem weit nach hinten verschobenen Saisonstart verbindet sich für die Eisbären Berlin die Hoffnung, mit Zuschauern in die neue Spielzeit der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) starten zu können. "Wir müssen Zeit gewinnen. Wir wollen keine 25 Geisterspiele machen", sagte Peter John Lee, Geschäftsführer der Eisbären, der "Berliner Morgenpost" (Mittwoch).

Wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die DEL angekündigt, nicht wie geplant am 18. September, sondern rund sechs Wochen später zu starten. "Es gibt nun einen Umlaufbeschluss für einen Saisonstart nicht vor dem 1. November", berichtete DEL-Chef Gernot Tripcke in den "Eishockey News". Für die Entscheidung, wann wieder gespielt wird, ist ein Beschluss der 14 DEL-Clubs notwendig.

In der DEL gab es zuletzt auch Überlegungen, zunächst für eine begrenzte Zeit auf Zuschauer zu verzichten. Lee möchte eine andere Lösung: Zwar sei eine volle Halle derzeit nicht vorstellbar, "aber ich hoffe, dass wir wenigstens unsere Dauerkarten-Inhaber reinbringen können und später dann steigern". Knapp 6000 Dauer-Tickets haben die Eisbären zuletzt abgesetzt. "Wir müssen flexibel sein. Das ist ein komisches Jahr", ergänzte der Eisbären-Chef.

Durch das Hilfspaket des Bundes, das jedem Club in Abhängigkeit von ausfallenden Zuschauereinnahmen bis zu 800.000 Euro bringen könnte, wäre zumindest ein Teil der Ausfälle kompensierbar. Zudem profitieren die Vereine vom Vertragsabschluss mit dem neuen Liga-Sponsor Penny.

Trotz des späteren DEL-Starts müssen die Eisbären zeitiger ins Training einsteigen. Denn am 6. Oktober starten sie mit dem Heimspiel gegen den schwedischen Topclub Lulea HF in die Champions League. Das Rückspiel ist für den 13. Oktober in Schweden terminiert. Wegen der Corona-Krise gibt es in diesem Jahr keine Vorrunde, die Champions League startet bei ihrer siebten Auflage direkt mit der K.o.-Runde.

Quelle: DPA