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Eisbär dringt in Hotel auf Spitzbergen ein - und quetscht sich durchs Fenster wieder raus

Eisbär dringt in Hotel auf Spitzbergen ein - und quetscht sich durchs Fenster wieder raus

Der Eisbär wühlte sich durch Essensreste im Vorratsraum

Einen Eisbären sieht man nicht alle Tage. Das dachten sich vermutlich auch neun Touristen auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen. Offensichtlich angelockt von Essensdüften, war dort ein Eisbär in den Morgenstunden in den Vorratsraum ihrer Unterkunft eingedrungen.

"Das erste, was ich sah, war die zerstörte Tür"

Im Gebäude der ehemaligen Radiostation, der zu einer Unterkunft umgebaut wurde, befanden sich 14 Menschen, darunter neun Touristen. Das meldete die Zeitung 'Svalbardposten'. Offensichtlich angelockt vom Essensdüften, betrat der König der Arktis den Vorratsraum. Gegen sieben Uhr hatte die örtliche Bahnhofsleiterin Malin Stark den ungebetenen Besuch entdeckt. "Das erste, was ich sah, war die zerstörte Tür", sagte sie der Zeitung. Dann habe sie gesehen, dass einige Säcke mit Essensabfällen durchwühlt worden waren. Kurz darauf habe sie Geräusche wahrgenommen und erkannt, dass der Bär noch in dem Schuppen war.

Eisbär zwängte sich durch winziges Fenster

Gemeinsam mit dem Touristenführer habe die Bahnhofsleiterin dann besprochen, was zu tun sei. Es könnte gefährlich werden, sollte der Bär plötzlich in Stress geraten und nicht mehr aus dem Vorratsraum herausfinden, so die Vermutung. Zur Unterstützung wurden Mitarbeiter des Polarinstituts gerufen. Als sie kurze Zeit später mit dem Hubschrauber des Gouverneurs anrückten, erschreckte sich der Bär offenbar so sehr, dass er sich aus dem Fenster des Schuppens zwängte - seine Flucht sehen Sie im Video.

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