Bitte hab Verständnis dafür, dass wir in diesem Browser keine optimale Nutzung von RTL.de gewährleisten können. Bitte benutze einen aktuelleren Browser (z.B. Chrome, Firefox, Safari oder Edge), damit du die Seite wie gewohnt nutzen kannst.

Sportvorstand geht im Sommer

Eintracht Frankfurt verliert Erfolgs-Architekt Bobic

Fredi Bobic sucht eine neue Herausforderung. Womöglich in Berlin bei der Hertha?
Fredi Bobic sucht eine neue Herausforderung. Womöglich in Berlin bei der Hertha?
© imago images/Jan Huebner, imago sportfotodienst via www.imago-images.de, www.imago-images.de

02. März 2021 - 17:40 Uhr

Ein Lockruf aus der Hauptstadt?

Nächster bitterer Schlag für Eintracht Frankfurt: Fredi Bobic verkündet seinen Abschied, offenbar aber ohne Absprache mit dem Bundesliga-Klub. Der dementiert nämlich eine bereits feststehende Trennung. Um den ehemaligen Nationalspieler halten sich derweil hartnäckige Gerüchte eines Engagements bei Hertha BSC.

Gesicht des Frankfurter Erfolgs

Erstmals winkt die Königsklasse, die Mannschaft spektakelt sich durch die Liga - doch der Macher der Erfolgsstory verlässt Eintracht Frankfurt zum Saisonende. Sportvorstand Fredi Bobic bestätigte in der ARD-Sendung "Sportschau Thema" seinen Abschied, ohne sein künftiges Ziel zu nennen. Die Reise dürfte nach der Saison zu Hertha BSC gehen. Für die ambitionierten Hessen kommt die Unruhe zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

"Es ist klar, dass ich 2021, jetzt im Sommer, den Verein verlassen werde", sagte Bobic. Der Verlust des 49-Jährigen, dessen Familie in Berlin lebt, schmerzt. Schon zuvor hatte es Wechselgerüchte um Trainer Adi Hütter gegeben, dazu kommt der Abschied des Sportdirektors Bruno Hübner zum Ende dieser Spielzeit. Bobic hatte zuletzt immer wieder ein Bekenntnis vermieden - laut "Bild"-Zeitung soll er gar bereits vor Wochen intern seinen Wunsch hinterlegt haben, den Klub im Sommer zu verlassen.

Der Verein reagiert derweil äußert zurückhaltend auf die aktuellen Aussagen von Bobic. "Wir haben verabredet, entsprechende Gespräche über einen Verbleib oder einen vorzeitigen Wechsel zu führen und darüber im Sinne des sportlichen Erfolgs der Eintracht absolutes Stillschweigen zu wahren", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Philip Holzer einer Mitteilung zufolge. Diese seien "gegenwärtig noch nicht abgeschlossen."

Von Rebic bis Silva

 Fußball 1. Bundesliga 23. Spieltag SV Werder Bremen - Eintracht Frankfurt am 16.02.2021 im wohninvest Weserstadion in Bremen Andre Silva  Frankfurt  DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video. *** Fußball 1
Ein Bobic-Schnäppchen: André Silva.
© imago images/Revierfoto, Revierfoto via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Die Eintracht muss also inmitten einer der erfolgreichsten Phasen der Vereinsgeschichte einen Umbruch in der Führungsetage verkraften. Selbst die verzweifelten Versuche des Aufsichtsratschefs Philip Holzer, Bobic zum Weitermachen zu bewegen, halfen nicht.

Für die Frankfurter ist Bobics Abschied nach fünf erfolgreichen Jahren ein harter Schlag. Mit klugen Entscheidungen und einer geschickten Transferpolitik – unter anderem Ante Rebic, Sébastien Haller, Luka Jovic, Martin Hinteregger oder André Silva – ebnete Bobic nicht nur den Weg zum Pokalsieg 2018 und ins Europa-League-Halbfinale 2019, sondern hob den ganzen Klub auf ein höheres Niveau. Immerhin sicherte Trainer Hütter zuletzt trotz aller Spekulationen seinen Verbleib zu.

Nachfolger mit Stallgeruch?

Doch wie geht es im Sommer weiter? Kaderplaner Ben Manga, der als Bobics Spürnase bei Transfers gilt, soll zeitnah seinen Vertrag verlängern und als Direktor Profifußball indirekt das Erbe von Hübner antreten. Als Bobic-Nachfolger bringen mehrere Medien den früheren Eintracht-Kapitän Christoph Spycher (42) ins Gespräch, der derzeit noch als Sportchef bei den Young Boys Bern tätig ist und dort bereits mit Hütter zusammengearbeitet hatte.

Auch interessant