Strafe für Ausschreitungen bei Spiel in Portugal

UEFA schließt Frankfurt-Fans von zwei Auswärtsspielen in Europa League aus

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18. Oktober 2019 - 11:06 Uhr

Europa League: Eintracht Frankfurt ohne Fans nach Lüttich und London

Schwerer Schlag ins Frankfurter Europa-League-Kontor: Die Eintracht-Fans müssen bei den nächsten beiden Europapokal-Auswärtsspielen des Bundesligisten draußen bleiben. Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der UEFA bestrafte die Eintracht für die Ausschreitungen beim 1:0-Sieg der Hütter-Elf am 3. Oktober in Guimaraes (Portugal) mit einem Zuschauer-Ausschluss. Heißt: Sowohl das Spiel bei Standard Lüttlich am 7. November als auch die Partie beim FC Arsenal am 28. November müssen die Frankfurter ohne die Unterstützung der eigenen Fans bestreiten.

Eintracht Frankfurt prüft Berufung

Beim 1:0-Sieg der Eintracht bei Vitoria Guimaraes war es im Stadion zu Fan-Ausschreitungen gekommen: Fans beider Mannschaften bewarfen sich vor dem Anpfiff mit Sitzschalen. Die Polizei räumte daraufhin den Frankfurter Fanblock.

Die Eintracht kündigte umgehend an, die Chancen einer Berufung zu prüfen. "Das ist zweifellos eine harte Entscheidung der UEFA. Natürlich werden wir, sobald uns die Entscheidungsgründe vorliegen, zumindest mit Blick auf das Spiel in London auch die Erfolgsaussichten einer Berufung prüfen", sagte Vorstandsmitglied Axel Hellmann. Tausende Eintracht-Fans wollten ihre Mannschaft zum Spiel gegen Arsenal nach London begleiten.

Schon am 10. Januar war Frankfurt wegen wiederholter Randale seiner Anhänger zu einem Zuschauer-Ausschluss auf Bewährung und einer Geldbuße von 80 000 Euro verurteilt worden. Die Dauer der Bewährung wurde auf zwei Jahre festgelegt. Schon damals drohte die UEFA, dass die Eintracht-Fans bei neuerlichen Vorfällen nicht zum nächsten Auswärtsspiel fahren dürfen.