2. Spieltag der Fußball-Bundesliga

Eintracht Frankfurt nach Sieg bei Hertha top

Hertha BSC - Eintracht Frankfurt
© dpa, Soeren Stache, soe htf

25. September 2020 - 22:34 Uhr

Erster Dreier der Saison

Die Eintracht grüßt von oben: Frankfurt hat mit einem 3:1-Sieg bei Hertha BSC die Spitze der Fußball-Bundesliga erobert. Zumindest für eine Nacht. Andre Silva (30.) per Foulelfmeter, Bas Dost (36.) und Sebastian Rode (70.) netzten beim ersten Dreier der Saison für die Gäste ein. Den Ehrentreffer für die Hertha markierte auch ein Frankfurter. Martin Hinteregger (77.) traf ins eigene Gehäuse.

Kostic früh verletzt raus

Die Berliner bleiben eine Wundertüte. Nach einer Niederlage im DFB-Pokal beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig (1:4) und dem starken Liga-Auftakt bei Werder Bremen (4:1) folgte wieder ein Rückschlag. Erstmals seit 202 Tagen bestritt Hertha wieder ein Heimspiel vor Zuschauern, 4.000 Personen sorgten für viel Stimmung im Olympiastadion.

Hertha begann im Vergleich zum Sieg in Bremen mit unveränderter Startelf, tat sich aber im Aufbau schwer. Frankfurt verzichtete auf ein frühes Pressing, zog sich bei Ballbesitz des Gegners ganz in die eigene Hälfte zurück und machte die Räume eng. Damit zog die Eintracht den Gästen den Nerv. Herthas gefürchtete Offensive kam nicht auf Touren.

Pech für die Eintracht war, dass Filip Kostic nach einem Zusammenprall mit Jordan Torunarigha nach einer Viertelstunde verletzt raus musste, er wurde durch Steven Zuber ersetzt. Frankfurt blieb jedoch defensiv höchst konzentriert und erarbeitete sich vor allem über die rechte Seite Chancen, weil Almamy Toure Herthas Maxi Mittelstädt einige Male enteilte.

Hertha versuchte alles

Nicht unverdient fiel die Führung der Gäste. Silva ging nach einem Zweikampf mit Herthas neuem Kapitän Dedryck Boyata zu Boden, Schiedsrichter Bastian Dankert entschied - etwas glücklich für die Eintracht - auf Strafstoß. Silva trat selbst an und verwandelte sicher zum 1:0.

Kurz darauf schlugen die Gäste erneut zu, wieder nach einem Angriff über die rechte Seite. Nach einem Freistoß von Daichi Kamada wuchtete Dost den Ball ungehindert ins Tor. Boyata stand zu passiv daneben.

Herthas Trainer Bruno Labbadia reagierte zur zweiten Halbzeit mit drei Wechseln, im Sturm musste der unglückliche Krzysztof Piatek für Neuzugang Jhon Cordoba vom Feld. Der Druck wurde größer, doch die Eintracht-Spieler gaben keinen Ball verloren.

Mehr und mehr entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor, Frankfurt kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. Herthas Jung-Star Arne Maier humpelte in der 66. Minute vom Platz, nachdem er erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Kurz darauf machte der starke Rode mit einem Schlenzer alles klar.

RTL.de/sid