EL: Nächste Station Chelsea

Halbfinale ausverkauft - Frankfurt schwebt auf Wolke 7

20. April 2019 - 11:01 Uhr

Grenzenlose Euphorie um Eintracht Frankfurt

Die große Show von Eintracht Frankfurt geht weiter. Nach einem weiteren begeisternden Fußball-Abend mit einem 2:0 über Benfica Lissabon und dem damit verbundenen Einzug ins Halbfinale der Europa League haben die Träume der SGE-Fans auf den ersten europäischen Titelgewinn seit 39 Jahren (UEFA-Pokalsieg 1980) einen großen Schub bekommen.

Mannschaft und Fans sind eine Einheit

Euphorie und Jubel kennen in Frankfurt derzeit keinen Grenzen. Zwölf Stunden nachdem der Bundesligist Benfica Lissabon im Viertelfinale in der Europa League ausgeschaltet hatte, meldete der Club für den nächsten Showdown gegen den FC Chelsea am 2. Mai: ausverkauft – 48.000 Tickets weg!  Die Vorfreude auf die Duelle mit dem Londoner Club ist riesig.

​Mit dem überraschenden Erfolg der Mannschaft von Trainer Adi Hütter und dem bedingungslosen Einsatz, den das Team in dieser Saison Woche für Woche und besonders auf der europäischen Bühne abliefert, sind sich Fans und Fußball-Stars so nah, wie keinem anderen Club in Deutschland.

Trapp: Die Fans haben gehalten, was sie versprochen haben

"Was die Anhänger und das Team geleistet haben, ist einfach unbegreiflich", sagte Mittelfeldspieler Sebastian Rode. Der 28-Jährige hatte zuvor nicht nur wie ein Berserker gekämpft, sondern mit dem entscheidenden 2:0  den Weg ins EL-Halbfinale geebnet.

Nach Olympique Marseille und Lazio Rom in der Gruppenphase sowie Schachtjor Donezk und Inter Mailand in der K.o.-Runde schaltete die SGE den nächsten namhaften Gegner aus. "Ob wir das verdienteste Team im Halbfinale sind, weiß ich nicht", sagte der "wahnsinnig stolze" Trainer Adi Hütter: "Aber wir sind mit Sicherheit das überraschendste".

Underdog mischt Europa auf

Individuell nicht so hochklassig besetzt wie Benfica oder der kommende Gegner Chelsea, lieferte der DFB-Pokalsieger vor 48.000 elektrisierten Zuschauern erneut eine taktisch äußerst disziplinierte Leistung ab. Die Fans peitschten ihre Lieblinge über die komplette Spielzeit an.

"Wir waren müde, aber die Unterstützung hat uns die Kraft gegeben", sagte Abwehrchef Makoto Hasebe. "Mit diesen Fans im Rücken haben wir von der ersten Minute daran geglaubt, weiterzukommen", ergänzte Mijat Gacinovic.

In den "absoluten Krachern" (Rode) gegen eine "Champions-League-Mannschaft" (David Abraham) dürfte die Eintracht zwar "nicht der Favorit" (Hütter) sein. Aber das war ja auch schon gegen Donezk so gewesen. Und gegen Inter. Und gegen Benfica.

SGE-Boss Hellmann: "Wir können Europa"

"Wenn man sieht, gegen wen wir uns schon alles durchgesetzt haben, dürfen wir an uns glauben", sagte da Costa. Und Vorstand Axel Hellmann stimmte alle, die es gut meinen mit den Hessen, zur Sicherheit schon mal auf die nächsten Festtage ein: "Wir müssen uns langsam wohl daran gewöhnen, dass wir es in Europa einfach können."