Europa League: Aufholjagd gegen Benfica Lissabon

Eintracht Frankfurt braucht nicht mehr als „das perfekte Spiel“

18. April 2019 - 16:12 Uhr

Eintracht verlängert mit Luka Jovic

Trotz zuletzt zwei Niederlagen in Folge lässt sich Eintracht Frankfurt die Zuversicht auf eine erfolgreiche Aufholjagd im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League gegen Benfica Lissabon (Donnerstag ab 20.15 Uhr live bei RTL oder im Live-Stream bei TVNOW) nicht nehmen. Die Stimmung bei den einzig verbliebenen deutschen Eurofightern ist blendend - nicht zuletzt auch dank der Vertragsverlängerung von Topstürmer Luka Jovic.

Qualität ist da

"Wir haben die Qualität, um eine Runde weiterzukommen", sagte SGE-Coach Adi Hütter mit einem Strahlen im Gesicht, das stellvertretend für die positive Stimmung bei den Hessen steht. Ein Selbstläufer allerdings wird die Partie gegen die technisch und organisatorisch starken Portugiesen um Superstar Joao Felix (traf im Hinspiel dreimal) nicht: "Wir brauchen das perfekte Spiel", fügte Hütter an - wohl wissend, dass sein Team dazu trotz der Hinspielpleite und dem 1:3 am vergangenen Wochenende in der Bundesliga gegen Augsburg dazu fähig ist.

Jovic unterschreibt bis 2023

Dennoch: Die Ausgangslage ist nach dem spektakulären Hinspiel alles andere als ideal. Die Hessen, die am Mittwoch ihren von vielen Clubs umworbenen Torjäger Luka Jovic per Kaufoption bis 2023 an sich binden konnten, müssen ein 2:4 drehen. Und das gegen einen Gegner, der immer in der Lage ist, selbst Tore zu erzielen. Der von Hütter geforderte perfekte Auftritt beinhaltet deshalb zahlreiche Komponenten.

Rode warnt: „Nicht ins offene Messer laufen“

"Effektivität vor dem Tor" nannte der Österreicher als oberste Prämisse, außerdem "Spaß, Begeisterung, Leidenschaft" - und natürlich eine sattelfeste Abwehr: "Wir müssen höllisch aufpassen, wenn wir den Ball verlieren. Jedes Gegentor tut uns weh." Dabei helfen kann womöglich Martin Hinteregger. Der österreichische Abwehrrecke hatte sich im Spiel gegen Augsburg eine Oberschenkelverletzung zugezogen, kann aber wieder trainieren. Ob der 25-Jährige am Donnerstag spielen kann, will Hütter erst kurz vor Spielbeginn entscheiden.

So oder so wird die Partie vor 48.000 Zuschauern in der längst ausverkauften WM-Arena zum kniffligen Balance-Akt. "Wir dürfen keinesfalls ins offene Messer laufen", warnte Mittelfeldspieler Sebastian Rode, der die Niederlage vor einer Woche und die missglückte Generalprobe in der Bundesliga gegen den FC Augsburg als zusätzliche Motivationsspritze ansieht: "Jeder ist heiß und wird mit 150 Prozent dabei sein." In der Hoffnung, dass dies dann zum ersten Halbfinal-Einzug seit 1980 reichen wird.

Dass die Eintracht auch auf internationaler Bühne in der Lage ist, mit der Unterstützung der Fans einen namhaften Gegner aus dem Stadion zu schießen, hat der laufende Wettbewerb gezeigt. In der perfekten Gruppenhase mit sechs Siegen in sechs Spielen wurden Olympique Marseille (4:0) und Lazio Rom (4:1) klar besiegt, in der ersten K.o.-Runde dann Schachtjor Donezk (4:1). "Die Stimmung im Stadion begeistert in Deutschland und ganz Europa. Wir müssen die positive Energie nutzen", sagte Kapitän Gelson Fernandes. Für ein perfektes Spiel scheint also alles angerichtet.