Mit 2,55 Promille über die A24

Betrunkene Geisterfahrerin (23) versucht, sich hinter Leitplanke vor Polizei zu verstecken

Die Polizei hat in der Nacht eine Geisterfahrerin auf der A24 erwischt, die versuchte, sich hinter einer Leitplanke zu verstecken. (Foto: Motivbild)
© deutsche presse agentur

23. Januar 2021 - 9:52 Uhr

Frau stieg mitten auf der Autobahn aus ihrem Auto aus

Das war kein so gutes Versteck: Nach einer Geisterfahrt auf der A24 versteckte sich eine sturzbetrunkene Frau hinter der Leitplanke. Genutzt hat ihr das nicht viel, denn Streifenpolizisten entdeckten die 23-Jährige, kurz nachdem sie ihr beschädigtes Auto mit laufendem Motor in der Nähe von Stolpe (Mecklenburg-Vorpommern) entdeckt hatten. Ein Atemalkoholtest ergab 2,55 Promille.

Beamte fanden sturzbetrunkene 23-Jährige hinter der Leitplanke

Laut Polizei riefen in der Nacht mehrere Autofahrer von der A24 bei den Einsatzkräften an und meldeten ein Auto, das ihnen in Richtung Hamburg auf der Überholspur entgegenkam. Ein Streifenwagen entdeckte das beschriebene Fahrzeug kurz danach – abgestellt mitten auf der Autobahn. Der Motor lief noch, aber die Türen waren geschlossen.

Als die Polizei sich in der Nähe ein wenig umsah, entdeckten die Beamten die mutmaßliche Fahrerin, die hinter der Leitplanke der Gegenfahrbahn hockte. Die 23-Jährige versuchte noch, sich rauszureden. Sie behauptete, nur die Beifahrerin in dem Auto gewesen zu sein. Wer angeblich am Steuer gesessen haben soll, wollte sie der Polizei dann aber nicht mehr erzählen.

Nur Blechschäden nach Geisterfahrt auf der A24

Die Beamten begannen, die Umgebung und das Auto abzusuchen. Auch ein Fährtenhund kam zum Einsatz. Laut Polizei hätten sich aber keine Hinweise auf die Beteiligung anderer Personen ergeben. Auch der Inhalt des Autos habe nicht darauf hingedeutet, dass noch jemand im Auto gesessen habe, hieß es in einer Mitteilung des Polizeipräsidiums Rostock.

Gegen die junge Frau wurde darum ein Strafverfahren eingeleitet – wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs. Die Kriminalpolizei hat weitere Ermittlungen eingeleitet. Es war wohl reines Glück, dass bei der Geisterfahrt niemand verletzt wurde und die mutmaßliche Fahrerin lediglich Schäden an ihrem eigenen Auto verursachte.