Was die Entscheidung für Verreiste bedeutet

Einreiseverbot aus Mutationsländern: Komme ich jetzt nicht mehr nach Hause?

Deutschland stoppt Einreisen aus Mutationsgebieten
© dpa, Jonas Güttler, jgu fdt

30. Januar 2021 - 10:49 Uhr

Bundesregierung hat ein Einreiseverbot ab Samstag beschlossen

Für Länder, in denen sich besonders ansteckende Varianten des Coronavirus stark ausgebreitet haben, gilt in Deutschland ab Samstag eine weitreichende Einreisesperre. Das hat das Kabinett beschlossen. Aber was, wenn man sich gerade in einem der Länder aufhält? Darf man dann nicht mehr nach Hause?

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Viele Ausnahmen

Betroffen sind zunächst Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien, ab Sonntag auch die kleinen afrikanischen Staaten Lesotho und Eswatini.

Aus diesen Ländern gilt ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen bis zum 17. Februar. Allerdings mit zahlreichen Ausnahmen:

  • für alle Deutschen
  • für in Deutschland lebenden Ausländer
  • für Transitpassagiere
  • für den Warenverkehr

Also: Wenn Sie sich gerade im Ausland aufhalten, aber Deutscher sind, dann dürfen Sie auch wieder nach Hause fliegen, wie das Bundesinnenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage bestätigte.

Neben den genannten Ausnahmen gibt es noch weitere. Die Beförderung von medizinischem Personal, Ambulanzflüge, der Organtransport und die Beförderung "aus dringenden humanitären Gründen" sind weiter erlaubt. Auch Transitpassagiere dürfen weiter in Deutschland landen, und Crews von Luftfahrzeugen und Schiffen dürfen ebenfalls einreisen

Bundesregierung verschärft Einreise damit weiter

Die Bundesregierung hatte die Einreise nach Deutschland bereits in den letzten Wochen und Monaten Schritt für Schritt erschwert. Rund 160 der knapp 200 Länder weltweit sind inzwischen in eine von drei Corona-Risikokategorien eingestuft. Für die niedrigste gilt eine Testpflicht spätestens 48 Stunden nach Einreise und eine zehntägige Quarantänepflicht, von der man sich nach fünf Tagen durch einen zweiten negativen Test befreien kann.

Für inzwischen rund 40 Länder in den beiden höheren Kategorien - darunter die Mutationsgebiete - wurden die Regeln bereits in der vergangenen Woche verschärft. Bei der Einreise aus diesen Ländern muss man nun schon bei Einreise einen negativen Test vorlegen, was an der deutsch-tschechischen Grenze zu Schlangen und Staus geführt hat.

Die Bundesregierung verfügte die Einreisesperre im Alleingang unabhängig von den EU-Partnern. Hintergrund ist, dass man sich unter den 27 EU-Staaten nicht auf ein einheitliches Vorgehen bei den Mutationsgebieten verständigen konnte. Vor der Kabinettsentscheidung verständigten sich die Botschafter am Freitag lediglich auf Empfehlungen für verschärfte Regeln beim Reisen innerhalb der Europäischen Union - hinter den deutschen Vorstellungen blieben sie damit zurück.

Quelle: DPA/RTL.de

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