Aldi, Rewe & Co. ergreifen diverse Maßnahmen

Coronavirus: Diese Regeln gelten jetzt in Supermärkten

Durch Mengenbeschränkungen sollen Hamsterkäufe vermieden werden.
© dpa, Tom Weller, twr kno

09. April 2020 - 9:32 Uhr

Ansteckungsrisiko soll so gering wie möglich gehalten werden

Aufgrund des Social Distancing wegen des Coronavirus bilden sich zwar aktuell keine Menschenmassen mehr in Parks, in Cafés oder bei Veranstaltungen, es gibt aber noch Orte, die wir alle besuchen müssen - trotz vieler Menschen: Supermärkte. Damit dort das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich gehalten werden kann, gibt es inzwischen einige Regeln, an die sich Kunden beim Einkaufen halten müssen. Wir erklären, was bei Aldi, Rewe & Co. jetzt gilt.

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1. Nur noch haushaltsübliche Mengen einkaufen

Um Hamsterkäufen vorzubeugen, schränken manche Supermärkte und Discounter die Einkaufsmenge bestimmter Produkte ein und es dürfen nur noch ein oder zwei Packungen pro Produkt gekauft werden. Das betrifft vor allem Toilettenpapier, Nudeln, Milch und Konserven.

Wieder andere Märkte weisen nicht ausdrücklich auf eine Rationierung bestimmter Lebensmittel beim Einkaufen hin, begrenzen aber in Einzelfällen den Verkauf an der Kasse. Generell gilt für Sie als Kunde: Denken Sie an Ihre Mitmenschen und kaufen Sie nur das, was Sie wirklich benötigen. Worauf Sie vor allem in Bezug auf Hygiene aktuell im Supermarkt achten sollten, erklären wir hier.

2. Abstand halten

An den Eingängen der meisten Märkte weist ein Zettel darauf hin, zu anderen Kunden im Supermarkt mindestens zwei Meter Abstand zu halten. An den Kassen sind inzwischen beispielsweise Klebestreifen im Abstand von zwei Metern auf dem Boden angebracht, auf die sich die Kunden der Reihe nach stellen müssen, wenn sie bezahlen möchten. So wird vermieden, dass die Menschen in der Kassenschlange zu nah aneinander stehen.

3. Einlasskontrollen am Eingang

Eine bundesweite Regelung, wie viele Menschen sich gleichzeitig in Gebäuden wie Supermärkten aufhalten dürfen, gibt es nicht. Trotzdem haben fast alle Supermarktketten und Drogeriemärkte damit begonnen, den Einlass zu kontrollieren und nicht zu viele Menschen auf einmal in die Filialen zu lassen. Die Kunden, die draußen warten müssen, sind dazu angehalten, mindestens zwei Meter Abstand zueinander zu halten. Während manche Läden grundsätzlich zu Einlasskontrollen greifen, setzen sie andere wiederum nur zu Zeiten mit hohem Kundenaufkommen ein.

4. Familien und Paare werden getrennt

Baumärkte, aber auch Supermärkte, trennen teilweise Familien und Paare am Eingang. Es muss also beispielsweise ein Elternteil mit den Kindern oder ein Partner draußen warten, um einem zu hohen Personenaufkommen im Markt entgegenzuwirken. Wenn ein Elternteil allein mit Kind einkaufen geht und das Kind darum mit in den Laden muss, soll auf Buggys verzichtet werden. Eine Mutter hatte ihrem Ärger auf Facebook Luft gemacht, weil sie eine Aldi-Filiale nicht mit einem Kinderwagen betreten durfte.

5. Wenn möglich mit Karte bezahlen

Konkrete Regelungen gibt es zur Bezahlmethode nicht, dennoch weisen einige Märkte darauf hin, wenn möglich mit Karte zu bezahlen. Bisher gibt es zwar keinerlei Belege dafür, dass das Coronavirus durch Geldscheine oder -münzen übertragen wird, trotzdem kann durch Kartenzahlung das unnötige Risiko einer Infektionskette vermieden werden.

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