Entwicklungsstopp ab 2022

Einigung im Motoren-Streit: Red Bull bleibt wohl in der Formel 1

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28. November 2020 - 12:11 Uhr

Teamspitzen lenken ein

Alles zurück auf Start: Im Motoren-Streit in der Formel 1 ist es wohl zum Durchbruch gekommen. Die Teamspitzen von Ferrari und Renault haben eingelenkt und sich am Rande des Großen Preises von Bahrain (am Sonntag ab 13.15 Uhr live bei RTL und TVNOW) für einen Entwicklungsstopp der Antriebseinheiten ab 2022 ausgesprochen. Damit wird ein Königsklassenverbleib von Red Bull und dem Schwesterteam AlphaTauri wahrscheinlicher.

Motoren 50 Prozent günstiger

Die beiden Rennställe stehen mit dem Ende der Saison 2021 ohne Motorpartner da, nachdem Honda Anfang Oktober seinen Rückzug angekündigt hat. Der Not-Plan von Red Bull und AlphaTauri sieht vor, die Power Units der Japaner zu übernehmen - unter der Voraussetzung, dass sämtliche Motoren in der Formel 1 technisch nicht mehr verändert werden. Mercedes hatte als erster Hersteller den Daumen gehoben, in Bahrain zeigten sich nun etwas überraschend auch Ferrari und Renault offen für das "Einfrieren".

2025 oder 2026 soll dann ein komplett neues Motorkonzept eingeführt werden, das nach den Vorstellungen von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto "etwa 50 Prozent" günstiger sein sollte als die derzeit eingesetzten Turbo-Hybrid-Einheiten.

„Das sind positive Nachrichten"

Auch ein Entwicklungsstopp ab 2022 würde Kosten sparen für die Formel 1, die aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr erhebliche Einbußen verzeichnet. "Das sind positive Nachrichten", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner in Bahrain: "Es macht keinen Sinn, weiterhin Hunderte Millionen Dollar in diese Motoren zu investieren."

RTL.de/sid