Eine Tote und 17 Verletzte bei fatalem Massencrash in Bayern

17. Januar 2015 - 19:16 Uhr

Womöglich verbotenes Überholmanöver als Unfallursache

Bei einer Massenkarambolage nahe Cham in Bayern ist eine 32-jährige Frau ums Leben gekommen. Weitere 17 Menschen wurden bei dem schweren Unfall verletzt, fünf davon schwer, wie die Polizei in Regensburg mitteilte. Das Drama ereignete sich am Freitagabend gegen kurz vor 20 Uhr auf der Bundesstraße B20, wie die 'Mittelbayerische' berichtet.

Schwer beschädigtes Fahrzeug nach Massenkarambolage
Feuerwehrleute mussten mehrere eingeklemmte Personen aus den schwer beschädigten Fahrzeugen befreien.
© dpa, Michaela Sturm

Der genaue Auslöser für den fatalen Unfall wird noch rekonstruiert – Zeugenaussagen deuten jedoch auf ein Überholmanöver trotz doppelt durchgezogener Fahrbahnlinie hin, woraufhin zunächst zwei Fahrzeuge frontal gegeneinander prallten. Für die 32 Jahre alte Beifahrerin eines der Wagen kam jede Hilfe zu spät, sie starb noch am Unfallort.

Zahlreiche Unfallopfer mussten von Feuerwehr befreit werden

Infolge des Frontalunfalls wurden dann aus ebenfalls noch ungeklärter Ursache vier weitere Fahrzeuge in die Massenkarambolage verwickelt. Laut 'Mittelbayerische' waren zwei Rettungshubschrauber und weit mehr als 25 Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst und Feuerwehr im Einsatz, um die teils schwer verletzen Unfallopfer zu bergen und in umliegende Krankenhäuser zu bringen. Viele mussten aus den schwer beschädigten Fahrzeugen herausgeschnitten werden.

Sämtliche Auffahrten der Bundesstraße 20 wurden vorübergehend von Feuerwehr und Polizei gesperrt. Zur endgültigen Klärung des Unfallhergangs hat die Staatsanwaltschaft die Zuziehung eines Gutachters angeordnet.