"Eine Schande für dieses Land" - Trumps Kartenhäuschen fällt nach Skandalvideo in sich zusammen

10. Oktober 2016 - 9:57 Uhr

Parteikollegen distanzieren sich - De Niro platzt der Kragen

Donald Trump bricht nach der Veröffentlichung eines Skandalvideos die Rückendeckung seiner eigenen Partei weg. Etliche Republikaner zogen ihre Unterstützung für den 70-Jährigen zurück, darunter der frühere Präsidentschaftskandidat John McCain. Manche forderten Trump sogar dazu auf, sich aus dem Rennen um den Einzug ins Weiße Haus zurückzuziehen. Nur einen Monat vor der Wahl befindet sich die Partei damit in einer tiefen Krise. Trump selbst machte klar, dass er nicht aufgeben werde.

Schauspieler Robert De Niro
Schauspieler Robert De Niro platzte angesichts der neuesten Veröffentlichungen um Donald Trump der Kragen.
© Rob Rich/WENN.com, RR5

Das Video, das die 'Washington Post' veröffentlicht hatte, stammt aus dem Jahr 2005. Trump äußert sich darin vulgär über Frauen und brüstet sich mit sexuellen Übergriffen. Die Veröffentlichung schlug so hohe Wellen, dass sich der Republikaner mitten in der Nacht zu einer öffentlichen Entschuldigung gezwungen sah. Die Veröffentlichung ist für ihn nicht nur wegen ihres Inhalts, sondern auch wegen des Timings äußerst heikel. Schon am Sonntagabend findet in St. Louis die zweite TV-Debatte mit seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton statt.

US-Medien sprachen von einer "Bombenexplosion" im Wahlkampf, von der sich Trump möglicherweise nicht mehr erholen könnte. Der Kandidat selbst schrieb bei Twitter, dass er sich "niemals" aus dem Rennen zurückziehen werde.

Oscar-Preisträger Robert de Niro scheint nach dem jüngsten Eklat endgültig der Kragen zu platzen. "Er ist ein Idiot. Ein nationales Desaster, eine Schande für dieses Land - Ich möchte ihm am liebsten die Fresse polieren", sagte de Niro in einer Video-Botschaft.