Eine neue Impfung gegen Krebs soll die Chemotherapie ersetzen

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28. März 2018 - 20:42 Uhr

Große Hoffnung für Krebspatienten

Nie mehr Chemotherapie dank einem Impfstoff gegen Krebs? An Mäusen wurde der Stoff bereits erfolgreich getestet, er soll zudem keine schmerzhaften Nebenwirkungen haben und könnte Chemotherapien ersetzen. Ist das ein entscheidender Fortschritt für die Krebsforschung?

97 Prozent der Versuchs-Mäuse mit Tumoren geheilt

Eine Krebs-Impfung, die bereits 97 Prozent der Mäuse mit Tumoren geheilt hat, soll am Ende des Jahres auch an Patienten mit Lymphdrüsenkrebs getestet werden. Die Patienten sollen die Impfung, die zwei getestete Wirkstoffe enthalten soll, erhalten, um eine Chemotherapie zu umgehen. Nebenwirkungen der Impfung sollen dabei lediglich nur Fieber und Injektionsschmerzen sein. Zur Wirkung: Der Stoff würde dann im Körper das Immunsystem aktivieren, um Tumore zu bekämpfen.

Möglicherweise schon nach einem oder zwei Jahren auf dem Markt

Diese Impfung soll speziell an 35 Patienten im niedrigen Stadium des Lymphdrüsenkrebs angewendet werden. Die weißen Blutkörperchen, die bei diesem Krebs betroffen sind, sollen bei der Behandlung schnell reagieren, da sie vom Immunsystem leicht aufzuspüren seien.

Wenn sich die Behandlung bewährt, soll die Impfung schon nach einem oder zwei Jahren auf dem Markt erhältlich sein.