8. Mai 2019 - 13:27 Uhr

Im Ernstfall zählt jede Sekunde

Wenn der Alarm auf der Rettungswache 4 in Dortmund losgeht, muss alles ganz schnell gehen: Innerhalb von nur einer Minute müssen die Sanitäter der Feuerwehr mit dem Rettungswagen vom Hof sein. Denn auf dem Weg zum Patienten zählt jede Sekunde. RTL-Moderator Maik Meuser durfte die Retter eine Nacht lang begleiten. Was er erlebt hat – im Video.

Retter sind ständig in Alarmbereitschaft

Der Rettungswagen soll spätestens acht Minuten, nachdem der Notruf eingegangen ist, beim Patienten sein. Das ist das sogenannte Schutzziel. Damit das klappt, muss jeder Handgriff sitzen und jeder genau wissen, was er zu tun hat.

Innerhalb von nur zwei Stunden mussten sich die Dortmunder Retter Kai und Dennis um eine ältere Dame mit Herzproblemen, einen Sportunfall und einen alkoholisierten Jugendlichen kümmern. Ganz schön stressig – aber für die Retter ist das alltäglich.

Retter müssen auch mit Extremsituationen fertig werden

Maik Meuser begleitet Rettungskräfte in Dortmund
RTL-Moderator Mail Meuser fuhr eine Nacht mit den Dortmunder Einsatzkräften im Rettungswagen mit. (Foto: RTL)

Doch auch an den erfahrenen Einsatzkräften geht so ein Nachtdienst nicht spurlos vorbei. "Du merkst das in ein paar Stunden, spätestens aber tatsächlich nach Feierabend", erzählt der Dortmunder Retter. Bei jedem Einsatz muss man sich auf eine völlig neue Umstände einlassen. Jedes Mal begegnet man wildfremden Menschen in Extremsituationen. Und die Retter müssen auch verkraften, dass sie nicht jedem Patienten helfen können.

Auch der Tod gehört zu ihrem Arbeitsalltag. Die meisten Fälle lassen die Retter gar nicht so sehr an sich heran. Aber natürlich gibt es auch Erlebnisse, die trotz aller Professionalität an die Substanz gehen. Wahrscheinlich kann jeder der Einsatzkräfte so eine Geschichte erzählen: "Ein acht Monate altes Kind, das wir reanimiert haben. Es ist auch zwei Tage später gestorben, weil es dann hirntot war. So etwas vergisst du natürlich nicht."

Personalmangel bei der Feuerwehr

Der Job ist ohnehin schon purer Stress, doch in vielen Orten in Deutschland gibt es eigentlich zu wenig Personal. Deutschlandweit fehlen mindestens 4.000 Stellen bei der Berufsfeuerwehr. Besonders kritisch ist die Lage in Berlin. Im RTL-Interview erzählt ein Insider, wie schlimm die Situation dort wirklich ist.