13. September 2016 - 15:20 Uhr

Beide Jungen werden als "unauffällig" beschrieben

An einer Schule in Delitzsch bei Leipzig gipfelte ein Streit in eine brutale Bluttat: Ein 12 Jahre alter Junge verletzte seinen Mitschüler mit einer Papierschere am Hals. Das gleichaltrige Opfer wurde sofort in ein Krankenhaus eingeliefert, wie ein Polizeisprecher erklärte.

Die Verletzungen sollen nicht lebensbedrohlich sein. Beide Jungen aus der siebten Jahrgangsstufe gerieten offenbar in einer Pause heftig aneinander. Einem der Jungen gingen bei dem hitzigen Wortgefecht wohl die Argumente aus, sodass er kurzerhand zur Papierschere griff und seinen Kontrahenten damit attackierte.

Worüber sich die beiden Teenager in die Haare kriegten und weshalb die Auseinandersetzung so eskalierte, ist noch unklar. Angeblich sollen sich beide Schüler bis dahin sehr unauffällig verhalten haben, wie ein Sprecher der Bildungsagentur mitteilte. Das Opfer wurde in ein Krankenhaus in Leipzig gefahren. Die Polizei rückte an der Oberschule an, der Unterricht musste vorzeitig beendet werden.

"Jetzt wird ermittelt, wie es dazu kommen konnte und wo die Ursache lag", sagte der Sprecher der Schulbehörde. Außerdem müsse die Schulleitung entscheiden, was mit dem Angreifer geschehen soll. Für eine strafrechtliche Verfolgung ist der Schüler zu jung.