Ein Lichtblick! Berggorillas sind nicht länger vom Aussterben bedroht

15. November 2018 - 10:02 Uhr

27.000 Tier- und Pflanzenarten auf der "Roten Liste"

Immer mehr Pflanzen und Tiere drohen auszusterben. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) behält sie im Auge und veröffentlicht seit über 50 Jahren die "Rote Liste" bedrohter Tierarten. Manchmal gibt es auch positive Meldungen, dann zahlt sich mühevoller Einsatz aus, wie jetzt mitten in Afrika! 

Es leben wieder mehr Berggorillas und Finnwale in freier Wildbahn

Die Bestände der Berggorillas und der Finnwale haben sich dank umfassender und langfristiger Schutzmaßnahmen erholt. Die Zahl der Finnwale habe sich seit den 1970ern auf rund 100.000 Exemplare ungefähr verdoppelt, teilte die Weltnaturschutzunion (IUCN) bei der Präsentation ihrer aktuellen "Roten Liste" mit.

Bei den Berggorillas sieht es ähnlich gut aus: Nicht zuletzt wegen der Maßnahmen gegen Wilderer in ihrem Lebensraum ist die Zahl der Tiere in den vergangenen zehn Jahren von etwa 680 auf mehr als 1.000 gestiegen.

Die Berggorillas leben in geschützten Gebieten in Ruanda, Uganda und in der Demokratischen Republik Kongo. Sie werden nun als "stark gefährdet" und nicht mehr als "vom Aussterben bedroht" eingestuft.

Naturschützer warnen vor Überfischung

Die Experten warnen aber zugleich vor Problemen durch Überfischung. So seien 13 Prozent der Zackenbarsch-Arten weltweit und 9 Prozent der rund 450 Fischarten im ostafrikanischen Malawisee vom Aussterben bedroht. "Der Artenrückgang beeinflusst den Preis von Fisch weltweit erheblich und reduziert die Lebensmittelsicherheit für Millionen Menschen", sagte die IUCN-Expertin Yvonne Sadovy.

Von der Weltnaturschutzunion werden für die "Rote Liste" derzeit 97.000 Pflanzen- und Tierarten - von insgesamt etwa 1,7 Millionen bisher beschriebenen Arten - unter die Lupe genommen. Fast 27.000 von ihnen gelten als bedroht. Das sind 10.000 mehr als noch vor rund zehn Jahren.