Ein Jahr nach dem Verschwinden von MH370: Wird das Rätsel jemals gelöst?

06. August 2015 - 15:32 Uhr

Selbstmord-Theorie gilt als wahrscheinlich

Noch immer rätseln Experten weltweit, was mit dem vor genau einem Jahr verschollenen Malaysia Airlines-Flug MH370 passierte. Die jüngste Theorie des britischen Piloten Simon Hardy gilt derzeit als die wahrscheinlichste Erklärung für das mysteriöse Verschwinden der mit 239 Menschen besetzten Passagiermaschine: Er geht von einem Selbstmord des Piloten aus.

Angehörige von Passagieren des MH370-Fluges
Besonders für die Angehörigen eine Qual: Das ungelöste Rätsel um MH370.
© dpa, Ahmad Yusni

Tatsächlich haben Radar- und Satellitendaten ergeben, dass der Jet nach seinem Start in Kuala Lumpur und nach Abbruch des Funkkontakts noch mehrfach seinen Kurs geändert hat, zuletzt in Richtung Indischer Ozean. Die drängendste Frage dabei ist: Was könnte den Piloten dazu veranlasst haben, so sehr vom Kurs abzuweichen und sogar noch über seine Heimat-Insel Penang zu fliegen? Vieles deutet darauf hin, dass er sich schlicht aus der Luft verabschieden wollte.

Für die Angehörigen der 239 Vermissten ist die Ungewissheit noch immer eine Qual. Jacquita Gomes, die Frau des Flugbegleiters und Kabinenchefs an Bord der Boeing 777, hofft noch immer jeden Tag auf eine Nachricht. "Ich hoffe, dass sie eines Tages meinen Mann zurückbringen. Und wenn es nur ein Finger von ihm ist, dann kann ich Abschied nehmen, dann kann ich ihn Gott übergeben und muss hier nicht länger auf ihn warten." Doch ein Jahr nach der Tragödie spricht nicht mehr viel dafür, dass ihr dieser Wunsch noch erfüllt werden kann.