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Ein ganzes Dorf steht unter Schock: 29-Jährige missbraucht und getötet

Die Polizei konnte einen 48-jährigen Tatverdächtigen in Siedenbollentin verhaften.
Die Polizei konnte einen 48-jährigen Tatverdächtigen in Siedenbollentin verhaften.
© dpa, Friso Gentsch, tba mg cul kde mow

08. Mai 2017 - 17:10 Uhr

48-Jähriger steht unter Tatverdacht

In Siedenbollentin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist eine 29-Jährige offenbar sexuell genötigt und getötet worden. Zeugen hatten die Frau noch im Auto ihres mutmaßlichen Mörders gesehen und die Polizei gerufen. Als die Beamten eintrafen, konnten sie jedoch nur noch den Tatverdächtigen verhaften. Die Leiche der Frau fanden sie später in einem sumpfigen Gebiet.

In der Nacht zum Sonntag riefen besorgte Dorfbewohner bei der Polizei an. Sie hatten einen Mann beobachtet, der eine hilflose Frau in seinem Auto transportierte. Die Sache kam den Zeugen komisch vor, darum wählten sie den Notruf. Kurz danach meldete sich auch die Mutter der 29-Jährigen bei der Polizei, weil sie ihre Tochter telefonisch nicht mehr erreichen konnte.

Sie erzählte den Beamten, dass die Frau Streit mit einem Mann hatte. Die Ermittler schließen einen Zusammenhang nicht aus. Die Polizei machte sich sofort auf die Suche nach der Vermissten. Mitten in der Nacht wurde schließlich das menschenleere Auto gefunden, in dem die Frau beobachtet worden war, kurz danach entdeckten die Ermittler auch den Fahrer. Der 48-Jährige wurde festgenommen.

Leiche war am Rand des Ortes versteckt

Von der Vermissten fehlte immer noch jede Spur. Erst Stunden später räumte der Verdächtige im Verhör ein, die Frau getötet zu haben. Wenig später konnte ein Suchtrupp dann auch die Leiche der 29-Jährigen ausfindig machen. Sie lag in einem sumpfigen Gebiet am Rande des Ortes. Offenbar wollte der Täter seine sexuellen Übergriffe verschleiern, darum musste die Frau sterben. Wie genau sie ums Leben kam, müssen nun weitere Ermittlungen klären. Auch in welcher Beziehung der Täter und sein Opfer standen, ist noch offen.

Für die Einwohner ist das Verbrechen, das sich vor ihrer Haustür abspielte, ein schwerer Schock. In Siedenbollentin leben gerade einmal 600 Menschen. "Die Dorfgemeinschaft ist auf eine harte Probe gestellt", sagte Siedenbollentins Bürgermeister Thorsten Haker. Das Amtsgericht Neubrandenburg hat inzwischen Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen den 48-Jährigen erlassen, sagte eine Gerichtssprecherin.

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