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Ein Fahrradweg mitten auf dem Strand! Wer macht denn sowas?

Ein Fahrradweg mitten auf dem Strand! Wer macht denn sowas?

Ein asphaltiertes Stückchen Naherholung erhitzt die Gemüter

Der 1220 Meter lange Elberadweg hat eine Lücke - und die klafft genau dort, wo in Hamburg der Elbstrand verläuft. Die Lösung der Stadt: Ein Radweg, der quer durch den Elbstrand im Hamburger Stadtteil Övelgönne verläuft. 900 Meter lang, sechs Meter breit, mindestens zwei Millionen Euro teuer und komplett aus Asphalt! Da fragen sich nicht nur Hamburger: Wer denkt sich so einen Quatsch aus?

Zwei Millionen Euro? Da geht doch mehr!

Der gut gemeinte Vorschlag kam aus dem Verkehrsausschuss der Stadt Hamburg. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club ist auch Fan der Idee, den Elberadweg auszubauen. Schließlich müssen Radfahrer hier bisher ihr Rad über eine rund einen Kilometer lange Strecke oberhalb des Elbhanges schieben. Aber deshalb gleich das kleine sandige Idyll im Großstadtdschungel zuasphaltieren?

Bei den zahlreichen Besuchern, die hier gerne sonnige Wochenenden verbringen, stößt das auf Unmut. An der schmalsten Stelle des Elbstrands würde der neuen Radweg fast den kompletten Sand unter sich begraben. Was bleibt, wäre eine Autobahn für Radler, die regelmäßig vom Elbwasser überflutet wird. Und genau das könnte auch den Preis für einen solchen Radweg in die Höhe treiben, weiß Eva Botzenhart vom Verkehrsausschuss: "Das ist nur die Planung, die ein Amt erstmal zugrunde legen muss […] Welche Kosten tatsächlich entstehen würden für die konkrete Planung… was tatsächlich nötig wäre, um Unterspülungen abzuwenden, das weiß keiner. Es würde deutlich teurer werden."

Dabei gibt es sogar eine kostengünstigere Alternative zum Radweg mitten auf dem Strand. Wie die aussehen könnte und was Frau Botzenhart dazu sagt, das sehen Sie im Video.