Unklar, ob Tier noch lebte, als es angenagelt wurde

Eichhörnchen an Baum genagelt: Peta setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Schockierendes Foto aus Bad Liebenwerda: Eichhörnchen an Baum genagelt
© Facebook, S.-A. Eulitz

25. November 2019 - 10:21 Uhr

Bad Liebenwerda: 18-Jährige macht grausame Entdeckung

Ein Eichhörnchen, festgenagelt an einem Baum. Dieses schockierende Bild hat eine 18-Jährige aus Bad Liebenwerda (Brandenburg) bei Facebook hochgeladen. In ihrem Text dazu wendet sie sich mit deutlichen Worten an die unbekannten, mutmaßlichen Tierquäler. Die Tierschutzorganisation Peta unterstützt die Suche nach den Tätern mit 1.000 Euro Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung führen.

Eichhörnchen lebendig an Baum genagelt?

Die 18-Jährige habe ihren Augen nicht getraut, als sie das offenbar getötete Eichhörnchen fotografierte, sagte sie der "Lausitzer Rundschau". Unklar ist, ob das Eichhörnchen noch lebte, als es an den Baum genagelt wurde. Den Angaben der Zeitung zufolge wies das Tier keine Spuren einer anderen Todesursache, wie zum Beispiel Überfahren, auf.

"Sollte der Täter das Eichhörnchen bei lebendigem Leib an den Baum genagelt haben, so muss er gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden", sagt Judith Pein im Namen von Peta. "Wir fordern außerdem harte Strafen für Tierquäler, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen." Die Stadtverwaltung äußerte sich auf Anfrage der "Lausitzer Rundschau" nicht. Auf Facebook kommentierten hunderte Nutzer das Foto, teils beleidigend. Sue-Ann Eulitz, die das Bild hochgeladen hatte, entschuldigte sich in ihrem Posting direkt für ihre Wortwahl.

Peta betont, dass es sich bei Tierquälerei um eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes handele. Wer die Tat in Bad Liebenwerda gesehen habe oder Hinweise auf den mutmaßlichen Tierquäler geben könne, kann sich telefonisch unter 0711-8605910 bei der Tierschutzorganisation melden.