Ehemann tötet Frau auf Kreuzfahrtschiff: "Sie hat einfach nicht aufgehört mich auszulachen"

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28. Juli 2017 - 16:17 Uhr

Die Alaska-Kreuzfahrt sollte eine Woche dauern

Dieser Urlaub endete blutig. Es sollte eigentlich eine wunderschöne Woche werden. Ein Ehepaar aus Utah hatte eine Woche Kreuzfahrt auf der 'Emerald Princess' gebucht. Das Schiff legte in Seattle ab. Als es ein paar Tage später in Juneau (Alaska) anlegte, war Kristy M. tot.

Überall war Blut

Offenbar eskalierte in der Kabine ein Streit zwischen ihr und ihrem Ehemann Kenneth M. Bisher deutet alles darauf hin, dass er seine Frau getötet hat, berichten US-Medien. Der lautstarke Streit, zog schnell die Aufmerksamkeit der anderen Gäste auf sich. Ein Zeuge, der die Kabine des Paares betrat, sah, wie der Ehemann die Leiche in Richtung Balkon schleifte. Der Zeuge griff beherzt zu, bekam die Frau noch an den Fußgelenken zu fassen und zog sie zurück in die Kabine.

Er fragte Kenneth M. was passiert sei. Der antwortete laut Ermittlungsprotokoll: "Sie hat einfach nicht aufgehört mich auszulachen." Das Sicherheitspersonal setzte den Mann fest, bis das Schiff den nächsten Hafen anlief. Dort wurde er der Polizei übergeben. Die Ermittler fanden Blut an den Händen und der Kleidung des Mannes. Im Verhör sagte er: "Mein Leben ist vorbei." Als Schuldeingeständnis sei das aber noch nicht zu werten, sagte ein FBI-Sprecher.

Kinder waren wohl mit an Bord

Was sich genau in der Kabine des Paares abspielte, muss noch geklärt werden. Fest steht aber, dass die Frau eine schwere Kopfverletzung erlitt, wie der lokale Sender 'Alaska Publik Media' berichtete. Überall in der Kabine sei Blut verteilt gewesen.

Vermutlich waren auch die Kinder des Paares mit auf dem Schiff. Ein Zeuge berichtete laut 'CBS News', dass ein kleines Mädchen aus dem Zimmer gerannt kam und um Hilfe rief, weil ihre Eltern sich stritten. "Sie klang ziemlich verzweifelt". Der Sprecher bestätigte nur, dass andere Familienmitglieder an Bord waren. Offenbar war das Paar mit einer größeren Gruppe unterwegs.

Sie war eine "fürsorgliche und liebevolle Mutter"

Das FBI übernahm die Ermittlungen. 3.400 Passagiere und 1.100 Mitglieder der Crew saßen stundenlang fest, bevor die Kreuzfahrt weiterging, weil die Ermittler den Tatort untersuchen und Zeugen befragen mussten.

"Wir schließen die Familie und alle, die von diesem tragischen Vorfall betroffen sind, in unsere Gedanken und Gebete ein", teilte die Kreuzfahrtgesellschaft in einer Stellungnahme mit. Der Arbeitgeber der getöteten Frau beschrieb die 39-Jährige als "fürsorgliche und liebevolle Mutter, die ihren Terminkalender so gestaltete, dass ihre Kinder nie zu kurz kamen", berichtete der Sender 'BBC'.