Ehefrau über Bord geworfen? Deutscher Kreuzfahrtpassagier sitzt in Italien in U-Haft

Verbrechen auf der 'MSC Magnifica'? Ein Mann soll seine Frau über Bord geworfen haben. (Foto: Archivbild)
Verbrechen auf der 'MSC Magnifica'? Ein Mann soll seine Frau über Bord geworfen haben. (Foto: Archivbild)
© deutsche presse agentur

28. Februar 2017 - 17:12 Uhr

Söhne (4 und 6) sollen zerzaust über das Schiff geirrt sein

Der Fall einer verschwundenen Frau auf einer Kreuzfahrt gibt in Italien Rätsel auf. Ihr Mann, ein Deutscher, wird beschuldigt, seine chinesische Frau umgebracht zu haben. Der Mann sitzt wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft in Rom, wie ein Richter am Wochenende laut Nachrichtenagentur Ansa bestätigte. Seine Frau war auf einer Kreuzfahrt im Mittelmeer spurlos verschwunden. Der Verhaftete streitet eine Schuld ab. 

Seine Frau sei in Griechenland absichtlich von Bord der 'MSC Magnifica' gegangen, weil sie der Kreuzfahrt überdrüssig gewesen sei, sagten seine Anwälte laut italienischer Agenturen. Ihm habe das keine Sorgen bereitet, weil sie das schon öfter gemacht hätte.

Der Mann war in Italien festgenommen worden, als er mit seinen beiden Söhnen (4 und 6) das Land per Flugzeug in Richtung Irland, wo sie wohnten, verlassen wollte. Nach Aussagen von Augenzeugen, die in der italienischen Zeitung 'La Stampa' zitiert werden, seien die Kinder nach dem zweiten Tag der Tour zerzaust und immer in der gleichen Kleidung über das Schiff geirrt.

Der vierjährige Junge sei an einem Abend weinend dem Kommandanten übergeben worden, weil er seinen Vater und Bruder nicht mehr finden konnte. Später soll der ältere Sohn den Ermittlern gesagt haben, dass er und sein Bruder das Verschwinden der Mutter mitbekommen hätten. Ihr Vater habe die Kabine mit der Mutter zusammen verlassen, sei jedoch alleine zurückgekehrt.