EHEC-Infektion durch Samen aus Ägypten?

12. Februar 2016 - 11:04 Uhr

Die Ehec-Durchfallerkrankungen mit bislang etwa 50 Toten und Tausenden Infizierten könnten nach Einschätzung von Experten auf verseuchte Bockshornkleesamen aus Ägypten zurückgehen. Sowohl Fälle in Deutschland als auch Frankreich seien auf importierte Ware aus Ägypten zurückgeführt worden, teilte die europäische Gesundheitsbehörde ECDC mit. Das Institut warnte gemeinsam mit der Verbraucherbehörde EFSA, dass sich in und außerhalb der Europäischen Union noch immer verseuchte Saaten im Umlauf befinden könnten.

Die Behörden verwiesen ausdrücklich auf den langen Weg von Produktion über Transport und Verpackung bis hin zum Verkauf. Sie betonten zudem, dass noch immer nicht sicher sei, ob die Infektionen alle auf Samen aus Ägypten zurückgingen. Verbrauchern wird empfohlen, bis zum Ende der Ermittlungen keine Sprossen zu essen, die nicht durchgegart wurden.