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Gary legt aus Sehnsucht 25 Kilometer zurück

Blinder Hund reißt aus - weil er seinen Tierheim-Pfleger vermisst

Schwarzer Hund läuft über ein Feld (Symbolbild).
Schwarzer Hund läuft über ein Feld (Symbolbild).
© iStockphoto, iStock

28. Dezember 2020 - 9:59 Uhr

Auch wenn er nichts sehen kann: Gary hatte sein Ziel genau vor Augen

Er lebte vier Jahre lang auf der Straße, dann einige Wochen im Tierheim, bis es endlich ein Happy End für Mischling Gary gab. Das dachten zumindest die Mitarbeiter des Tierheims in der polnischen Stadt Gdynia, als sie ein neues Zuhause für den blinden Hund fanden. Gary sah das offenbar anders – und riss bei der nächstbesten Gelegenheit aus. Um zurück zu seinem Tierheim-Pfleger zu laufen. 25 Kilometer weit.

Gary riss schon bei einem der ersten Spaziergänge aus

Wie das polnische Portal "The First News" berichtet, kümmerte sich ein Pfleger des Tierheims "Paka dla Zwierzaka" aufopferungsvoll um den Hunde-Senioren. Der Grundstein für eine echte Freundschaft.

Drei Wochen später fand das Tierheim dann schon ein passendes Zuhause für Gary: Ein älterer Herr wollte ihn im etwa 25 Kilometer entfernten Żukowo bei sich aufnehmen. Er freute sich schon auf gemeinsame Spaziergänge, hatte die Rechnung aber ohne den Hund gemacht. Denn: Schon bei einem der ersten Spaziergänge mit seinem neuen Herrchen riss Gary sich los und war verschwunden.

"In den nächsten Tagen waren Dutzende von Menschen in Żukowo auf der Suche nach Gary", erzählt Tierheimleiterin Marta Słodnik. Doch trotz groß angelegter Suchaktion gab es keine Spur von Gary.

Fünf Tage später dann der Durchbruch: In einem Wald bei Gdynia entdeckten Kinder den tierischen Ausreißer. Schlafend auf dem Boden, erschöpft von seiner anstrengenden Reise.

Wie sich herausstellte: Obwohl der Hund nichts sehen kann, hatte er sein Ziel genau vor Augen. Er wollte nur nach Hause zu seinem Pfleger. Bei dem wird er jetzt auch bis an sein Lebensende bleiben. "Gary hat seine eigene Familie ausgewählt, und wir respektieren seine Entscheidung", sagte Tierheimleiterin Marta Słodnik. Und fügt hinzu: "Er steht nicht mehr zur Adoption zur Verfügung, da er für immer bei seinen vorübergehenden Erziehungsberechtigten bleiben wird."

Der ältere Herr habe Verständnis für die Situation, gab das Tierheim an. Man werde einen neuen vierbeinigen Freund für ihn zu suchen. Ende gut, alles gut.

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